Behandlungsratgeber

Arthroskopie Rotatorenmanschette

Die Rotatorenmanschette dient der Stabilisierung und Beweglichkeit des Schultergelenks. Sie besteht aus vier Muskeln, die den Gelenkkopf umschließen, und vier Sehnen, die in einem knöchernen Kanal um das Gelenk herum verlaufen. Mit einer Rotatorenmanschettenrekonstruktion wird ein Riss der Sehnen behandelt. Diese Operation wird entweder klassisch offen, durch einen Minizugang oder wie eine Gelenkspiegelung arthroskopisch/endoskopisch durchgeführt. Letztere Verfahrensweise ist minimalinvasiv.

AUF EINEN BLICK
FÜR WEN IST ES GEEIGNET
  • Patienten mit Rotatorenmanschettenriss und starken Schmerzen.
  • Patienten mit vorgeschädigter Schulter aufgrund des Impingementsyndroms.
  • Patienten mit Funktionsausfall des Arms.
  • Patienten, die eine Entfernung des Kalkdepots benötigen (Kalkschulter).
  • Patienten mit nichtfrischer Massenruptur und Rückzug der Rotatorenmanschette (Zeitfenster 4 bis 12 Wochen).
ERHOLUNGSDAUER
  • Kurzfristig: Es ist mit einem Krankenhausaufenthalt von 4 Tagen zu rechnen.
  • Langfristig: Die vollständige Heilung der Sehnen dauert 12-24 Wochen.
BEHANDLUNGSDAUER
  • 1-3 Stunden.
ERFOLGSRATE
  • Die Rotatorenmanschettenrekonstruktion hat eine Erfolgsquote von über 90 %. Diese Patienten sind weitgehend beschwerde- und schmerzfrei.
POTENZIELLE RISIKEN & NEBENWIRKUNGEN
  • Erneute Ruptur nach erfolgter Rotatorenmanschettenrekonstruktion, da in den ersten Monaten die Stabilität des Schultergelenks und der rekonstruierten Sehnen noch nicht optimal ist. Diese Komplikation ist mit 10-50 % relativ häufig, kann aber durch konsequente Ruhigstellung des Arms weitgehend minimiert werden.
  • Schultersteife (4 %)
  • Selten und vorübergehend: Nervenfunktionsstörungen (über wenige Wochen)
Kosten

Nachfolgend finden Sie die Startpreise für eine Arthroskopie Rotatorenmanschette in verschiedenen Ländern.

  • Kroatien

    4.390 €
  • Litauen

    4.600 €
  • Philippinen

    4.770 €
WIE FUNKTIONIERT ES?

Was ist eine Rotatorenmanschettenrekonstruktion?

Rotatorenmanschetten

Nicht immer muss bei einer Schädigung der Rotatorenmanschette eine operative Rotatorenmanschettenrekonstruktion erfolgen. Teilweise können Schmerzen und Bewegungsverlust durch Medikamente, Injektionen oder (begleitende) Physiotherapie beseitigt werden. Sind die therapeutischen Maßnahmen ausgeschöpft, stehen chirurgische Möglichkeiten zur Verfügung. Die Rotatorenmanschettenrekonstruktion zielt darauf ab, beschädigte Teile der Rotatorenmanschette (v. a. Sehnen, Gelenkteile) mittels einer arthroskopischen oder chirurgischen Behandlung zu reparieren. Ziel ist es, die Beweglichkeit des Schultergelenks wiederherzustellen und dafür zu sorgen, dass der Patient schmerzfrei ist. Außerdem soll der Kraftverlust des Armes verhindert bzw. minimiert werden. Zu diesem Zweck wird meist eine betroffene Sehne rekonstruiert.

Wie verläuft die Behandlung?

Die Behandlung findet meist unter örtlicher Betäubung statt und dauert je nach Methode zwischen einer und drei Stunden. Zunächst wird eine Schulterarthroskopie durchgeführt, um das Ausmaß der Schädigung zu beurteilen.

In vielen Fällen wird die Rotatorenmanschettenrekonstruktion bereits im Zuge bzw. nach Erhalt der Diagnose arthroskopisch durchgeführt. Dies ist die schonendste Behandlungsmethode, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn der Befund nicht allzu ausgeprägt ist. Je nachdem, welche Schädigung aber vorliegt bzw. wie groß die Schädigung ist, kommen auch andere Operationsmethoden zum Einsatz.

Gibt es verschiedene Arten der Behandlung?

Generell stehen drei Optionen zur Wahl.

  • So kann der Eingriff "offen" durchgeführt werden. In diesem Fall werden die Stümpfe der Sehnen mit chirurgischen Fäden direkt am Oberarmkopf fixiert. Diese OP-Technik kommt heute nur noch selten zum Einsatz. Meist wird arthroskopisch vorgegangen, wobei jedoch alle anderen krankhaften Befunde vorher berücksichtigt werden müssen. Das betrifft beispielsweise freie Gelenkkörper, Knorpelschäden, Schäden an der Bizepssehne, Gelenksteife und entzündliche Kapselschrumpfung, Schultereckgelenksarthrose, Impingementsyndrom (Zusammenstoß am Schulterdach), Schleimbeutelwucherungen sowie die generelle Ausprägung der Rotatorenmanschettenruptur.

  • Bei dem minimalinvasiven arthroskopischen Eingriff werden die verletzten Sehnen zuerst vernäht und anschließend mit sogenannten Knochenankern sicher am Oberarmkopf fixiert. Dazu werden die Instrumente über drei bis vier kleinere Schnitte in das Gelenk eingeführt. Voraussetzung für eine arthroskopische Versorgung ist ein guter Zustand der Muskeln sowie eine generell rekonstruierbare Rotatorenmanschette. Manchmal ist es während der Operation erforderlich, den Zugang etwas zu erweitern, d. h. zu einer halb-offenen chirurgischen Methode zu wechseln. Bei diesem Verfahren muss ein ungefähr fünf Zentimeter breiter Hautschnitt gesetzt werden.

  • Bei sehr ausgeprägten Befunden kann eventuell keine vollständige Rotatorenmanschettenrekonstruktion vorgenommen werden. In diesen Fällen wird mit einem Sehnentransfer oder der Entfernung des entzündeten Gewebes ermöglicht, dass die Schulter zumindest schmerzfrei ist und zentriert werden kann. Bei derartigen Befunden ist meist keine komplette Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit möglich.

Was kann ich erwarten?

Bei 90 % der Patienten wird die Rotatorenmanschettenrekonstruktion erfolgreich durchgeführt. Es hängt jedoch von der Art des Befunds ab, ob die Funktionsfähigkeit der Schulter vollständig wiederhergestellt werden kann. Meist ist die Sehne bereits seit längerer Zeit vorgeschädigt, und eine heftige Bewegung oder ein Sturz führen dann zur endgültigen Ruptur. Aus diesem Grund sind in den meisten Fällen bereits beträchtliche Verschleißerscheinungen festzustellen, während ein frischer Rotatorenmanschettenriss relativ selten ist. Die Patienten leiden jedoch an starken Schmerzen sowie einem Kraft- und Funktionsverlust, sodass sich die Behandlung in den meisten Fällen lohnt, selbst wenn die volle Funktionsfähigkeit nicht wiederhergestellt werden kann.

Eine Schwächung der Schulter bleibt oft erhalten, kann jedoch durch begleitende Krankengymnastik zum großen Teil ausgeglichen werden. Im Hinblick auf die Schmerzfreiheit oder weitgehende Schmerzlinderung kann der Patient jedoch mit sehr guten Ergebnissen rechnen.

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