Behandlungsratgeber

Hepatitis C Behandlung

Eine Hepatitis-C-Infektion ist eine entzündliche Lebererkrankung. Sie ist über infiziertes Blut übertragbar und bei rechtzeitiger Erkennung heilbar. Unbehandelt kann die Krankheit irreversible Leberschäden verursachen. Neue Behandlungsmethoden sichern gute Heilungschancen.

AUF EINEN BLICK
FÜR WEN IST ES GEEIGNET
  • alle Patienten, die mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert sind
  • Patienten, die keine Leberzirrhose haben
  • Behandlung ist sowohl im akuten als auch im chronischen Stadium der Erkrankung möglich
ERHOLUNGSDAUER
  • einige Wochen bis Monate
BEHANDLUNGSDAUER
  • 8 bis 48 Wochen
ERFOLGSRATE
  • Mehr als 90%
POTENZIELLE RISIKEN & NEBENWIRKUNGEN
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Blutarmut
  • milde Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
Kosten

Nachfolgend finden Sie die Startpreise für eine Hepatitis C Behandlung in verschiedenen Ländern.

  • Indien

    880 €
  • Ägypten

    1.450 €
  • Vereinigte Staaten

    72.500 €
WIE FUNKTIONIERT ES?

Was ist Hepatitis C?

Hepatitis C ist eine entzündliche Lebererkrankung, die durch Hepatitis-C-Viren ausgelöst wird und leicht chronisch wird. Dies kann eine Leberzirrhose oder sogar Leberkrebs nach sich ziehen. Daher muss die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt werden. Was ist die neueste Hepatitis-C-Behandlung? Die neueste Behandlungsform besteht aus interferonfreien Kombinationen von verschiedenen Hepatitis-C-Virushemmern, welche nur geringe Nebenwirkungen haben.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die neuen Virostatika (Virenwachstumshemmer) werden oral als Tabletten eingenommen. Zur Erfolgskontrolle und zur Vermeidung von Komplikationen werden in regelmäßigen Abständen Laboruntersuchungen durchgeführt. Je nach Virus-Genotyp und Behandlungserfolg beim Patienten werden die neuen Wirkstoffkombinationen meist über sechs Wochen eingenommen. In selteneren Fällen kann die Einnahme auch bis zu 24 Wochen oder vereinzelt länger angebracht sein. Die herkömmliche Therapie (Ribavirin/Interferon-Kombination) ist weitaus langwieriger und belastender. Das Interferon wird unter die Haut gespritzt, während das Ribavirin als Tablette verabreicht wird.

Auf was sollte man sich gefasst machen?

Die Krankheit hinterlässt keine Immunität gegen Neuinfektionen. Auch gibt es derzeit keinen Impfstoff. Konsequente Medikamenteneinnahme und regelmäßige Nachkontrollen sind unerlässlich, um das Verbleiben der Viren im Blut bzw. eine Neuansteckung auszuschließen. Die Übertragung von Hepatitis C kann zu 1-6 % auch im Mutterleib erfolgen. Eine bestehende HIV-Infektion erhöht das Risiko. Während der Schwangerschaft sollte keine Behandlung erfolgen, da manche Mittel, insbesondere PEG-Interferon und Ribavirin, embryonale Schäden verursachen können. Eine Empfängnisverhütung ist, solange Viren im Blut sind, besonders wichtig. 20-30 Prozent der Erkrankten entwickeln, sofern sie nicht geheilt sind, nach 20 bis 30 Jahren eine Leberzirrhose, die weitere Komplikationen verursachen kann. Bei 50-70 Prozent der Betroffenen wird die Hepatitis C chronisch. Bei Patienten mit Leberzirrhose muss die regelmäßige Kontrolle auf HCV-RNA im Blut lebenslang durchgeführt werden.

Was ist eine Hepatitis-C-Behandlung?

Die neuesten Therapeutika für die Hepatitis-C-Behandlung sind virushemmende Mittel (Virostatika), die das Wachstum der Viren direkt am Virus selbst behindern. Mittels dieser antiviralen Präparate und die unterschiedlichen Kombinationen dieser, können nahezu alle (Genotyp-)Formen der Hepatitis-C-Viren in den Leberzellen direkt in ihrer Vermehrung gehemmt und bekämpft werden. Die neuartige Therapie, bei der das Virenwachstum in den Leberzellen direkt gehemmt wird, verspricht eine Heilungsquote von fast 100 %. Die Ansteckungsgefahr besteht so lange, wie Viren im Blut nachweisbar sind. Daher ist eine konsequente Behandlung und Kontrolle notwendig.

Eine Behandlung der Hepatitis C zielt darauf ab, den Patienten zu heilen, um dauerhafte Schäden an der Leber zu vermeiden. Die Behandlung besteht in der Anwendung von Präparaten, welche das Virenwachstum hemmen bzw. die Viren dadurch absterben lassen. Dafür kommen verschiedene Therapeutika, ältere und neuere, zum Einsatz. Sind drei bis sechs Monate nach Abschluss der Therapie keine Viren mehr nachweisbar, gilt der Betroffene als geheilt. Eine unbehandelte Hepatitis C kann durch schwerwiegende Schädigungen der Leber zur dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führen.

Wie verläuft die Behandlung?

  • Während die alte Therapieform aus einer Kombination von PEG-Interferon, das unter die Haut gespritzt wurde, und dem oral verbreichten Ribavirin bestand, besteht die neue weitaus erfolgreichere Therapie aus einer Kombination von direkten Virushemmern (Proteasehemmer, Polymerasehemmer und NS5A-Hemmer), die oral als Tablette eingenommen werden.

  • Welche Kombination dieser Virushemmer zum Einsatz kommt, ist von der genetischen Form des Hepatitis-C-Virus (HCV-Genotyp) abhängig. So unterscheidet man 6 verschiedenen Genotypen (HCV-1 bis 6) sowie mehrere Untergruppen (Subtypen) davon. Zusätzlich müssen Wechselwirkungen zwischen den Virushemmern und anderen Medikamenten des Patienten, wie z. B. Antibiotika, Antidepressiva und Mittel zur Herzstärkung, geprüft werden.

  • Bei nicht vorbehandelten Patienten mit einer Infektion mit dem Genotyp 1 wird eine Zweier- oder Dreierkombination aus diesen Virushemmern, z. B. aus Sofosbuvir und Ledipasvir oder Paritaprevir, oder aus Ombitasvir und Dasabuvir verabreicht. Auch bei mit Interferon/Ribavirin vorbehandelten Erkrankten hilft diese Therapie.

  • Hat sich der Erkrankte mit dem Genotyp 2 infiziert und ist bereits mit PEG-Interferon und Ribavirin behandelt worden, empfiehlt sich eine Therapie mit der Kombination aus Sofosbuvir und Ribavirin über 12-16 Wochen oder die Anwendung von Sofosbuvir/Velpatasvir über 12 Wochen.

  • Bei Genotyp-3-infizierten Patienten gibt es grundsätzlich zwei Behandlungsphasen, wobei zuerst mit der Kombination aus PEG-Interferon, Ribavirin und Sofosbuvir über 12 Wochen behandelt wird. Die zweite Phase beinhaltet eine 24-wöchige Therapie mit Sofosbuvir und Ribavirin. Wegen der hohen Belastung für den Organismus wird die Interferonphase jedoch häufig weggelassen.

  • Die Behandlungsdauer variiert zwischen den Patiententypen und hängt auch von der genetischen Variante des Virus (HCV-Genotyp) sowie vom Stadium der Infektion ab. Am unkompliziertesten ist die Therapie der Genotyp-1-Infektionen. Mit den neuartigen virushemmenden Wirkstoffkombinationen beträgt die Dauer der Behandlung sechs bis 24 Wochen. Liegt eine HCV-1b-Infektion vor, ist der Patient noch nicht vorbehandelt und hat er keine Leberschädigung, kann die Therapiedauer mit dem Therapieregime (Sofosbuvir und Ledipasvir) verkürzt werden, wenn die Menge der HCV-RNA (Erbgut des Hepatitis-C-Virus) im Blut deutlich gesunken ist.

Gibt es verschiedene Arten der Behandlung?

Früher kombinierte man zur Behandlung den Virushemmer Ribavirin mit Interferon, seit ca. 2014 hat sich die Therapie mit Kombinationen aus speziellen direkt virushemmenden Mitteln durchgesetzt. Dabei sind vor allem die genetische Form des Hepatitis-C-Virus sowie die individuelle Krankengeschichte des Patienten für die Auswahl der zum Einsatz kommenden Medikamente relevant.

Was kann ich erwarten?

Während der Behandlungsdauer kann es zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, leichter Abgeschlagenheit und Hautproblemen kommen. Diese Nebenwirkungen sind aber wesentlich geringer als bei der früher angewandten Interferontherapie, bei der es u. a. zu Fieber, Schüttelfrost, Haarausfall und Gliederschmerzen kam. Von einer Heilung wird ausgegangen, wenn drei Monate nach Beendigung der Behandlung keine Viren mehr im Blut gefunden werden. Dann ist auch die Gefahr einer bleibenden Leberschädigung gebannt.

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