LASIK steht für Laser-in-situ-Keratomileusis. Bei diesem Eingriff handelt es sich um eine Augenoperation, die zur dauerhaften Beseitigung von Fehlsichtigkeiten durchgeführt wird. Der Eingriff erfolgt ambulant und dauert nur wenige Sekunden. Mit dem Laser wird das Hornhautgewebe so verändert, dass es die nötige Krümmung erhält und die erwünschte Sehschärfe erlangt werden kann.

AUF EINEN BLICK
FÜR WEN IST ES GEEIGNET
  • Sowohl für Brillen- als auch für Kontaktlinsenträger.
  • Patienten in guter gesundheitlicher Verfassung, die an keinen relevanten Augenerkrankungen leiden.
  • Patienten mit Kurzsichtigkeit (bis -11,00 dpt), Weitsichtigkeit (bis +5,00 dpt) und Astigmatismus ( bis 5,00 dpt)
  • Patienten mit stabiler Sehstärke seit mindestens 12 Monaten
  • Patienten mit mindestens 18 Jahren. Zu beachten: Bis etwa zum 25. Lebensjahr kann sich das Auge noch im Wachstum befinden. Ist das der Fall, kann die Fehlsichtigkeit nach einer Operation wiederkehren.
ERHOLUNGSDAUER
  • Kurzfristig: Nach der ambulanten Operation können Patienten in Begleitung sofort nach Hause gehen.
  • Langfristig: Abhängig von der individuellen Heilung können Patienten nach 24 Stunden bis einigen Tagen wieder arbeiten. Weil beim Sehen das Gehirn eine entscheidende Rolle spielt, benötigen manche Patienten nach der Behandlung etwas Zeit, um sich an die neue Sehkraft zu gewöhnen. Das vollständige Ausheilen der Augen dauert drei bis sechs Monate.
ERFOLGSRATE
  • Die LASIK-Behandlung hat eine minimale Komplikationsrate und wurde bereits an Millionen von Patienten durchgeführt. Dank modernster Technik liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Sehkraft nach dem Eingriff maximal 0,5 Dioptrien über oder unter dem Zielwert liegt, bei 90 %.
BEHANDLUNGSDAUER
  • 10-30 Minuten.
POTENZIELLE RISIKEN & NEBENWIRKUNGEN
  • unregelmäßige Hornhautverkrümmung
  • trockene Augen
  • Unter- oder Überkorrektur
  • Infektionen
  • Erblinden oder Doppeltsehen
ALTERNATIVE BEHANDLUNGEN

Kosten

Nachfolgend finden Sie die Startpreise für ein LASIK-Verfahren in verschiedenen Ländern.

  • Ungarn

    830€
  • Türkei

    1.190€
  • Thailand

    3.000€
WIE FUNKTIONIERT ES?

Die lateinische Abkürzung LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) bedeutet übersetzt "Abtragung mithilfe eines Lasers im Inneren des Hornhautgewebes". Bei dieser Operationsmethode erfolgt zuerst mit einem Präzisionsskalpell (Mikrokeratom) ein Schnitt in die Hornhaut. Dadurch entsteht ein sogenannter "Flap", ein ca. 0,1 mm dünner Hornhautdeckel. Dieser Flap wird dann zurückgeklappt und darauf folgend wird das Hornhautgewebe mit einem Laserstrahl modelliert, um die erforderliche Krümmung für eine normale Sehschärfe zu erlangen. Nach der Modellierung des Hornhautgewebes wird der Flap wieder in seine ursprüngliche Position gebracht. Heute wird neben dieser Methode mit dem Mikrokeratom vorzugsweise eine Femto-LASIK-Behandlung durchgeführt, bei der der Flap mithilfe eines Laserskalpells geschnitten wird.

Wie verläuft die Behandlung?

Im Zuge einer gründlichen Voruntersuchung wird entschieden, ob das Auge für diese Operation geeignet ist. Dabei misst der Arzt die Sehstärke der Augen, die Dicke der Hornhaut sowie die Pupillengröße. All diese Messungen erfolgen mit modernster Computertechnik. Bei der Untersuchung sind für einige Messungen erweiterte Pupillen nötig. Dafür sorgen spezielle Augentropfen, welche die Augen für eine kurze Zeit lichtempfindlicher machen. Nach dieser Voruntersuchung, bei der festgestellt wird, ob eine LASIK-Behandlung infrage kommt, wird bei einem positiven Gutachten ein Termin für die eigentliche Operation vereinbart.

Bei der Operation wird zunächst der Gesichtsbereich desinfiziert, und die Augen werden durch spezielle Augentropfen lokal betäubt. Nach einer Fixierung der Augenlider kann die Operation beginnen. Der eigentliche Zeitaufwand ist minimal und beläuft sich bei jedem Auge auf wenige Sekunden. Zuerst wird mit einem Mikrokeratom oder mittels eines Laserskalpells ein Flapschnitt durchgeführt und der Hornhautdeckel aufgeklappt. Anschließend wird das darunterliegende Hornhautgewebe mit dem Laser korrigiert bzw. geformt. Nach erfolgter Korrektur wird der Flap wieder zurückgeklappt und vom Chirurgen in die richtige Position gebracht.

Zum Schutz wird abschließend noch eine spezielle Kontaktlinse (Verbandslinse) auf das Auge gesetzt, die nach einigen Tagen vom behandelnden Arzt wieder entfernt wird. Im Anschluss an die Operation erfolgt bereits die erste Untersuchung, bei der sichergestellt wird, dass es während des Eingriffs zu keinerlei Komplikationen gekommen ist. Nach der Operation wird Patienten geraten, die Augen für ungefähr 30 Minuten geschlossen zu halten.

Gibt es verschiedene Arten der Behandlung?

Die traditionelle LASIK-Behandlung sieht einen Flapschnitt mit einem Mikrokeratom vor. Da es bei dieser Art der Behandlung theoretisch zu einem Fehlschnitt kommen kann und jegliche Resultate der Operation erst vier Wochen später korrigiert werden können, wird heute viel häufiger eine Femto-LASIK-Operation durchgeführt, bei der auch der Flapschnitt mit einem Laser durchgeführt wird. Diese Methode sorgt für höhere Präzision und eine schnellere Heilung. Außerdem können sich damit auch Patienten mit einer dünnen Hornhaut behandeln lassen. Die Femto-LASIK-Methode hat eine Erfolgsrate von 94 %.

Darüber hinaus gibt es auch das Wavefront-LASIK (Wellenfront-Technologie). Dabei wird das auf die Netzhaut projizierte, bei jedem Menschen individuelle Bild mittels 3D-Mapping aufgezeichnet und dargestellt. So können spezifische Abbildungsfehler berechnet und in die LASIK-Korrektur mit einbezogen werden. Mit dieser Methode werden ausgezeichnete Ergebnisse erzielt. Selbst komplexe Sehstörungen können so behandelt werden.

Was kann ich erwarten?

Die LASIK-Behandlung verläuft in der Regel problemlos und führt auch nach dem Eingriff zu keinen Komplikationen. Die meisten Patienten müssen sich in den ersten Wochen nach der Behandlung an ihre neue Sehkraft gewöhnen - nicht zuletzt auch deshalb, weil das Gehirn eine nicht unerhebliche Rolle beim Sehen spielt. In der ersten Zeit und in einigen Fällen längerfristig kann es zu trockenen Augen kommen, welche aber durch eine regelmäßige Anwendung von Augentropfen gut behandelt werden können.

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