Die Magenbypass-Operation, auch bekannt als Roux-en-Y-Magenbypass, ist ein bariatrischer Eingriff, der bewirkt, dass die Nahrungsaufnahme begrenzt und die Absorptionsfähigkeit der aufgenommenen Nahrung verringert wird.

AUF EINEN BLICK
FÜR WEN IST ES GEEIGNET
  • Ein Magenbypass wird oft Personen mit einem BMI von über 40 verschrieben.
  • Er kann auch Patienten mit einem BMI von 30 und mehr empfohlen werden, die an Krankheiten wie Bluthochdruck und/oder Typ-2-Diabetes leiden.
ERHOLUNGSDAUER
  • Der erste Krankenhausaufenthalt nach einer Magenbypass-Operation dauert 1-3 Tage.
  • In der Regel erlangen die Patienten ihre volle Leistungsfähigkeit innerhalb von 3-5 Wochen wieder.
BEHANDLUNGSDAUER
  • Nach einem ersten Screening-Prozess, um festzustellen, ob die Patienten für einen Magenbypass infrage kommen, folgt eine 1 bis 2 Wochen andauernde präoperative Diät, mit deren Hilfe Fett am Magen und an der Leber reduziert wird.
  • Die Magenbypass-Operation dauert in der Regel 1-4 Stunden, während der stationäre Aufenthalt 1-4 Tage dauern kann.
ERFOLGSRATE
  • 5% der Patienten berichten von einer anhaltenden Gewichtsabnahme von 50% nach einer Magenbypass-Operation.
  • Komplikationen werden in 5% der Fälle gemeldet, während die Sterblichkeitsrate für den Eingriff 0,1% beträgt.
  • In 10-15% der Fälle scheitert der Eingriff und es kann eine weitere bariatrische Operation erforderlich sein.
POTENZIELLE RISIKEN & NEBENWIRKUNGEN
  • Verstopfung
  • Gallensteine
  • Dumping-Syndrom (wenn bestimmte Lebensmittel zu schnell den Magen-Darm-Trakt durchlaufen, was zu Übelkeit und Durchfall führt).
  • Ernstere Komplikationen können innere Infektionen, Magenundichtigkeiten und Blutgerinnsel sein, die in etwa 1% der Fälle auftreten.
ALTERNATIVE BEHANDLUNGEN

Kosten

Die Kosten einer Magenbypass-Operation hängen von der Komplexität des Eingriffs und dem Ort, an dem die Operation durchgeführt werden soll.

  • Litauen

    5.800€
  • Polen

    5.990€
WIE FUNKTIONIERT ES?

Eine Magenbypass-Operation wird in der Regel jedem Erwachsenen empfohlen, der einen BMI von mehr als 40, einen BMI von mehr als 35 mit Komorbiditäten im Zusammenhang mit Fettleibigkeit wie z. B. Typ-2-Diabetes oder einen BMI von mehr als 30 mit ernsten Gesundheitsproblemen hat.

Was ist der Body-Mass-Index (BMI) und wie wird er berechnet?

Dies ist die Formel zur Berechnung des BMI:

Gewicht in Kilogramm / Körpergröße zum Quadrat in Zentimetern oder Gewicht (kg) ÷ Körpergröße^2 (m^2)

Der Body-Mass-Index (BMI) ist ein international anerkanntes Maß für Körperfett, das auf dem Verhältnis zwischen der Größe und dem Gewicht beruht.

Im Folgenden finden Sie die BMI-Gewichtskategorien:

  • unter 18,5 = untergewichtig
  • 18,5-24,9 = gesund
  • 25-29,9 = übergewichtig
  • 30-35 = fettleibig
  • über 35 = extrem fettleibig
    BMI

Wenn Patienten dringend abnehmen müssen, dies aber nicht auf andere Weise tun können, wird eventuell ein Magenbypass empfohlen.

Wie der Name nahelegt, leitet dieses Verfahren Lebensmittel und Flüssigkeiten ab, während sie durch den Darm gelangen. Auf diese Weise können Chirurgen die Nahrungsmenge, die benötigt wird, um ein Völlegefühl zu erzeugen, drastisch reduzieren, was meist eine Gewichtsabnahme bewirkt.

Wie funktioniert eine Magenbypass-Operation?

Während der Operation selbst (auch bekannt als „Roux-en-Y-Magenbypass“) begrenzen die Ärzte den Magen mit chirurgischen Klammern und hinterlassen einen walnussgroßen Beutel.

Der Chirurg verbindet dann den Dünndarm (Zwölffingerdarm) des Patienten wieder mit diesem kleinen Beutel, umgeht den Rest des Magens und begrenzt künstlich die Fähigkeit des Körpers, Lebensmittel und Getränke aufzunehmen.

Für die Durchführung der Operation gibt es verschiedene Zugangsmöglichkeiten zum Bauchraum. In der Vergangenheit nahmen Chirurgen in der Regel einen breiten Schnitt über den Bauch des Patienten vor, um Zugang zum Magen zu erhalten.

Moderne Techniken sind weniger invasiv und nutzen winzige Kameras, sogenannte Laparoskope, um eine Ansicht des Magens zu bieten. Mithilfe des Laparoskops können Chirurgen dann die benötigten Werkzeuge in kleine Schnitte einführen, die schneller verheilen, was kürzere stationäre Aufenthalte und geringere Schmerzen mit sich bringt.

Was kann ich erwarten?

Wenn Sie sich für eine Magenbypass-Operation entscheiden, können Sie mit einem langwierigen Vorbereitungsprozess rechnen, bevor Sie den OP-Raum erreichen. Das medizinische Personal wird sicherstellen wollen, dass die Operation für Sie geeignet ist, da Bypässe im Allgemeinen als letztes Mittel angesehen werden.

Die Ernährung ist ebenfalls ein wichtiger Teil des Prozesses. Kurz vor der Operation können Sie damit rechnen, dass Sie eine Diät befolgen müssen, mit der bezweckt wird, Fettablagerungen am Magen und an der Leber zu reduzieren.

Für einen kurzen Zeitraum nach der Operation ist eine rein flüssige Ernährung unerlässlich. Danach müssen die Patienten ihre Nahrungsaufnahme schrittweise an ihre begrenzte Magenkapazität und ihren Erholungsprozess anpassen. Die Phasen dieser Diät werden von Magenfachärzten übersichtlich dargestellt und variieren von Patient zu Patient.

Während der Operation selbst werden die Patienten in Vollnarkose gebracht. Die Erholungszeiten sind unterschiedlich, werden aber bei Verwendung einer laparoskopischen Technik deutlich kürzer sein. In jedem Fall dauert der Heilungsprozess in der Regel 3-5 Wochen und die meisten Patienten verlassen das Krankenhaus innerhalb von 3 Tagen.

Welche Lebensstiländerungen sind nach der Operation erforderlich?

Magenbypass-Eingriffe führen immer zu großen Lebensstiländerungen. Dies zeigt sich am deutlichsten in den Lebensmitteln und Getränken, die die Patienten zu sich nehmen. Sie müssen sowohl die Menge, die sie essen, als auch die Nährstoffe, die sie mit ihren Mahlzeiten aufnehmen, radikal reduzieren.

Bypass-Patienten benötigen tendenziell mehr Vitamine und Mineralstoffe, die im Allgemeinen aus frischem Obst und Gemüse gewonnen werden. Sie reduzieren in der Regel die Zuckerzufuhr erheblich, während sie eine hohe Proteinzufuhr von 60-100g pro Tag aufrechterhalten.

Die überwiegende Mehrheit der Patienten muss nach ihrem Magenbypass außerdem täglich Multivitamine einnehmen, darunter die gesamte Palette von Mikronährstoffen, von Vitamin D über Eisen bis hin zu Calcium.

Auch die Hydrierung wird wichtig. Bypass-Eingriffe neigen dazu, die Fähigkeit des Körpers zur Wasseraufnahme zu verringern, was bedeutet, dass Patienten es sich zur Aufgabe machen sollten, für eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr zu sorgen, auch wenn sie nicht durstig sind.

Ärzte geben eventuell zusätzliche Empfehlungen wie z. B. die Vermeidung von nichtsteroidalen Entzündungshemmern (NSAIDS), die eine Magenentzündung verursachen können. Und sie werden in fast allen Fällen ein Fitnessprogramm empfehlen. Obwohl Magenbypässe die Kalorienzufuhr radikal einschränken, müssen sie mit körperlicher Aktivität kombiniert werden, um den Gewichtsverlust aufrechtzuerhalten. Die meisten Patienten ändern ihren Lebensstil dahin gehend, dass sie sich in einem Fitnessstudio anmelden oder ihre körperliche Aktivität steigern.

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