Behandlungsratgeber

Schulterprothese

Die Schulterersatz-OP, die auch als Arthroplastik bekannt ist, umfasst das chirurgische Ersetzen beschädigter Teile des Schultergelenks und das Wiederherstellen der Armbeweglichkeit. Es wird tendenziell bei älteren Patienten gegen Arthritis empfohlen, kann aber auch der Behandlung von Verletzungen der Rotatorenmanschette oder von Schulterfrakturen dienen.

AUF EINEN BLICK
FÜR WEN IST ES GEEIGNET
  • Patienten, die unter ständigen Schmerzen in den Schultergelenken leiden
  • Patienten, die an einem Abbau des Schulterknorpels leiden, wodurch die Knochen im Gelenk aneinander reiben
  • Patienten, die einen erheblichen Bewegungsverlust in den Schultern erlitten haben, was ihre Lebensqualität einschränkt
  • Patienten mit einer Schulterfraktur, die eine Rekonstruktion des Schultergelenks erfordert
  • Patienten, bei denen in der Vergangenheit Rotatorenmanschettenrisse aufgetreten sind, die zu einer allmählichen Destabilisierung ihrer Schultergelenke geführt haben
  • Bei Patienten, die an Diabetes, Parkinson, Depression und Fettleibigkeit leiden, wird ein Schulterersatz normalerweise nicht empfohlen.
ERHOLUNGSDAUER
  • Eine Schulterschlinge ist normalerweise etwa einen Monat lang nach der Operation erforderlich, und es wird empfohlen, die Schulter regelmäßig mit Eis zu kühlen.
  • Es wird empfohlen, für etwa 6 Wochen nach der Operation nicht Auto zu fahren. Danach sollten die Patienten in der Lage sein, in Ihren normalen Alltag zurückzukehren.
BEHANDLUNGSDAUER
  • Die Vorbereitung beginnt einige Wochen vor der Operation. Ab diesem Zeitpunkt wird den Patienten empfohlen, die Einnahme von nicht-steroiden entzündungshemmenden Schmerzmitteln oder Medikamenten gegen Arthritis abzusetzen.
  • Die Operation selbst dauert etwa 2 Stunden.
  • Patienten bleiben in der Regel 2 bis 3 Tage im Krankenhaus.
ERFOLGSRATE
  • Die Eingriffe zum Schulterersatz weisen eine hervorragende Erfolgsrate auf: 90 % der Prothesen waren auch nach zehn Jahren noch funktionsfähig.
  • In Studien wurde festgestellt, dass inverse Schulterprothesen eine geringfügig höhere Misserfolgsquote als herkömmliche Verfahren aufweisen. Eine zweite Operation ist jedoch selten erforderlich.
POTENZIELLE RISIKEN & NEBENWIRKUNGEN
  • Infektionen
  • Unerwünschte Reaktion auf die Vollnarkose
  • Mögliche Schäden an Blutgefäßen und Nerven
  • Weitere Skelett- oder Muskelschäden
  • Destabilisierung der Schulterprothesekomponenten, was eine weitere Operation erforderlich macht
Kosten

Die Kosten für eine Schulterersatz-OP sind, je nach Land, unterschiedlich. Unten sehen Sie die Einstiegspreise für den Eingriff in unseren Qunomedical Partnerkliniken.

  • Polen

    5.190 €
  • Litauen

    6.600 €
  • Indien

    6.760 €
WIE FUNKTIONIERT ES?

Was ist ein Schulterersatz?

Eingriffe zum Schulterersatz ähneln den bekannteren Operationen an Hüft- oder Kniegelenken und zielen darauf ab, beschädigte Teile der Schulter des Patienten durch speziell angefertigte Prothesen zu ersetzen. Sie werden normalerweise zur Linderung von Schmerzen bei Erkrankungen wie Arthritis und zur Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit insbesondere bei älteren Patienten eingesetzt.

Wie funktioniert ein Schulterersatz?

Vorbereitung auf die OP

Die Patienten vereinbaren einen ersten Termin mit ihrem Arzt, in dem sie die mögliche Notwendigkeit eines Schulterersatzes abwägen. Der Arzt vereinbart einen Termin, damit Aufnahmen (Scans) der Schulter des Patienten gemacht werden können, um den Grad der Schädigung und den ggf. erforderlichen chirurgischen Eingriff zu bestimmen. Etwa 2 Wochen vor dem Krankenhausaufenthalt werden die Patienten aufgefordert, entzündungshemmende Schmerzmittel und Medikamente gegen Arthritis abzusetzen.

Der Eingriff

Für die Operation sind 2 bis 3 Tage Krankenhausaufenthalt erforderlich. Es wird eventuell ein Vollnarkosemittel verabreicht; für einen Teilersatz können jedoch auch Lokalanästhetika verwendet werden.

Entfernung des Humerus und Ersetzen durch eine Prothese

  • Bei den meisten Schulterersatzoperationen entfernen Ärzte den oberen Teil des Humerus (Oberarmknochens) des Patienten. Dieses Ende des Humerus hat eine abgerundete Form und bildet die „Schulterkugel“, die mit dem Knorpel und der nach innen gewölbten Fläche des Schulterblatts verbunden ist, um einen weiten Bewegungsradius sicherzustellen. Sie ersetzen dann den Humeruskopf durch eine künstliche Prothese, die aus Metall oder Kunststoff bestehen kann. Diese Kugel wird normalerweise mithilfe eines Schaftes in den Humerus implantiert, um eine optimale Stabilität zu gewährleisten.

Präparation der Gelenkpfanne

  • Nachdem der Humeruskopf ersetzt wurde, wird die Gelenkpfanne, in die sich die Kugel einfügt, im Allgemeinen mit einer Kunststoffschicht bedeckt, um sicherzustellen, dass Kugel und Pfanne gut zusammenpassen. Diese Schicht wird typischerweise durch Druck auf einen auf die Oberfläche der Glenoid-Pfanne aufgetragenen Zementkleber fixiert.

Wundverschluss

  • Die Muskeln werden dann wieder an den Schulterknochen befestigt, und die Operationsstelle wird ordnungsgemäß geschlossen. Die Wunde wird zugenäht, und es wird ein Verband angelegt. Dieser Verband bleibt dann an Ort und Stelle, bis der Schnitt verheilt ist.

Nachsorge

Nach dem Eingriff müssen Sie wahrscheinlich einige Tage im Krankenhaus bleiben, während die Wirkung des Anästhetikums nachlässt. Die Erholung nimmt dann 4 bis 6 Wochen in Anspruch und umfasst eine Mischung aus Abstützung, Eiskühlung und (in vielen Fällen) Physiotherapie.

Gibt es verschiedene Arten von Schulterprothesen?

Es gibt eine Reihe von Varianten der Arthroplastik:

Totalendprothese

Die häufigste, zuverlässigste und bekannteste Form des Schulterersatzes umfasst das Entfernen des Humeruskopfs, das Anbringen einer Ersatzkugel und das Aufbringen einer Prothesenschicht auf die Glenoid-Pfanne. Chirurgen greifen dabei über einen Schnitt zwischen den Muskeln des Deltamuskel und des Musculus pectoralis major (großer Brustmuskel) auf die Operationsstelle zu.

Teilendprothese

Bei teilweisem Schulterersatz (auch als Humeruskopfprothese bezeichnet) wird der Eingriff vereinfacht. In diesen Fällen muss nur der Humeruskopf ersetzt werden, die Glenoid-Pfanne bleibt davon unberührt. In einigen Fällen wird die Pfanne „gefräst“, um sie umzuformen und eine bessere Anpassung an den umgestalteten Humeruskopf zu gewährleisten.

Inverse Prothese

Inverse Schulterprothesen eignen sich besser für Personen mit Verletzungen der Rotatorenmanschette. Bei diesem Eingriff konstruieren die Chirurgen die Funktion von Kugel und Pfanne auf umgekehrte Weise. Die künstliche Gelenkpfanne wird bei dieser Methode am Ende des Humerus befestigt, und die künstliche Kugel sitzt stattdessen auf der Glenoid-Pfanne. Ziel dieses Verfahren ist es, die Muskeln des Patienten durch Änderung der Ausrichtung des Schultergelenks anzupassen, indem sie auf eine schlechte oder fehlende Funktion der Rotatorenmanschette reagieren.

Was steht mir bevor?

Auf lange Sicht

Wenn Sie sich einem Eingriff für den Schulterersatz unterziehen, ist es wichtig, die zukünftigen Fähigkeiten realistisch abzuwägen. Diese Operationen sind eine Antwort auf langfristige Probleme an Muskulatur und Skelett. Sie werden zwar einen Großteil der Mobilität und des Komforts wiederherstellen. Sie sind jedoch nicht immer in der Lage, die Schmerzen vollständig zu beseitigen, und nicht immer in höchstem Maße wirksam hinsichtlich der körperlichen Stärke oder des Bewegungsradius.

Genesungsprozess

Sie sollten außerdem aufmerksam zuhören, wenn Ihr Arzt den Genesungsprozess erklärt. Wenn Sie zu rasch zu Ihren Alltagsaktivitäten zurückkehren, kann dies zu Rückschlägen bei der Genesung führen. Von einigen Aktivitäten, wie z. B. schwerem Heben, wird auch nach Abschluss der Genesung abgeraten. Sie können davon ausgehen, dass Sie Ratschläge bezüglich der Physiotherapie erhalten. Die Durchführung regelmäßiger Dehnübungen ist ein Schlüsselaspekt bei der Wiederherstellung der Schulterbeweglichkeit. Sie müssen diszipliniert genug sein, um die Übungen auszuführen, die die Spezialisten verordnen.

Patienten, die sich für einen Schulterersatz entscheiden, kommen jedoch häufig in den Genuss einer stark verbesserten körperlichen Mobilität und der Schmerzlinderung. Dies führt nach Ihrer Genesung zu erheblichen psychologischen und physischen Vorteilen.

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Je nachdem, wo Sie die OP durchführen lassen, variiert der Endpreis. Die Lebenserhaltungskosten, Gehälter, die Erfahrenheit Ihres Arztes: All dies spielt eine Rolle bei der Errechnung der endgültigen Kosten für die Behandlung.

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