Haben Sie unschöne Zahnverfärbungen, Flecken auf Ihren Vorderzähnen und sichtbare Zahnfehlstellungen, sind Veneers die Lösung Ihres kosmetischen Problems. Mithilfe dieser kleinen, dünnen und Ihrer natürlichen Zahnfarbe angepassten Verblendschalen können Sie kleine ästhetische Mängel und sogar unfallbedingte winzige Frakturen so verdecken, dass es Ihr Gegenüber nicht merkt: Deutlich sichtbar sind nur Ihre makellosen, natürlich wirkenden Zähne.

Was sind Veneers und gibt es unterschiedliche Arten?

Veneers sind etwa 0,5 mm dünne Verblendschalen, die der Zahnarzt bestimmten Zähnen aufsetzt. Sie werden zur Verschönerung der Frontzähne, Schneide- und Eckzähne verwendet. Damit sie sich später nicht von den benachbarten natürlichen Zähnen unterscheiden, passt er sie noch farblich an. Die Halbschalen werden entsprechend der Zahnform aus Vollkeramik oder Komposit-Material gefertigt und mit Spezialklebstoff auf dem Zahn angebracht. Die Keramik hat eine ähnliche Härte wie der natürliche Zahnschmelz. Veneers verdecken:

  • unschöne Zahnverfärbungen, die sich nicht bleachen lassen
  • kleinere Zahnfrakturen
  • durch Fluorose oder Karies beschädigten Zahnschmelz
  • leichte Zahnfehlstellungen
  • unebene Zahnoberflächen (Dysplasien)
  • Zahnlücken (Diastema)
  • abgeplatzte Zahnkanten und -Ecken
  • zu schmale und zu kurze Zähne

Für Zähneknirscher und Personen, die auf Gegenständen oder Fingernägeln herumkauen, sind Veneers jedoch nicht geeignet. Bei guter Zahnhygiene sind sie etwa 10 Jahre haltbar. Danach müssen sie durch neue Verblendschalen oder Kronen ersetzt werden. Veneers gibt es als:

  • herkömmliche Keramik-Veneers
  • Komposit-Veneers
  • Veneers-to-Go
  • Non-Prep-Veneers
  • Lumineers

Bei normalen Keramik-Veneers, die 0,5 bis 1 mm dünn sind, müssen die jeweiligen Zähne zuvor stets beschliffen werden. Keramische Veneers sind dank ihrer hohen Abriebfestigkeit besonders langlebig: Sie halten bei guter Zahnpflege maximal 15 Jahre. Bei Komposit-Veneers raut der Zahnarzt die Zahnoberfläche mit einer Speziallösung leicht auf und trägt dann den formbaren, zahnfarbenen Spezialkunststoff in mehreren Lagen auf den Zahn auf. Jede Schicht wird separat mit einer Speziallampe ausgehärtet. Anschließend wird die oberste Schicht so poliert, dass sie glänzt. Komposit-Veneers werden meist nur zur Überbrückung der Wartezeit auf Keramik-Veneers verwendet. Die kostengünstigen Veneers-to-Go (Sofort-Veneers) bestehen aus Vollkeramik oder einer Keramik-Kunststoff-Mischung und werden bereits vorgefertigt geliefert. Sie eignen sich zur Verblendung sehr kleiner und abgenutzter Zähne. Die gesamte Behandlung erfolgt in einer einzigen Sitzung.

Die wesentlich teureren Non-Prep-Veneers werden ohne vorheriges Abschleifen auf den Zahnschmelz aufgeklebt. Sie eignen sich gut für die Behandlung von Kindern mit leichten Zahnschäden. Non-Prep-Veneers sind wesentlich dünner als andere Halbschalen und deutlich aufwändiger in ihrer Herstellung. Zu dieser Art Veneers gehören auch die nur in einem einzigen Labor in den USA gefertigten Lumineers. Sie sind 0,3 mm dick und dürfen im Unterschied zu anderen Veneers nur von Zahnärzten eingesetzt werden, die eine spezielle Schulung durch den Hersteller absolviert haben. Lumineers haben bei guter Zahnhygiene eine Lebensdauer von maximal 20 Jahren.

Was kosten Veneers?

Die Kosten der verschiedenen Veneers im Vergleich:

Land Preis
Ungarn 199 Euro
Türkei 200 Euro
Thailand 270 Euro
Kroatien 280 Euro
Polen 310 Euro
Schweden 450 Euro
Spanien 455 Euro
Norwegen 465 Euro
Tschechien 481 Euro
Irland 500 Euro
England 618 Euro
Italien 700 Euro
Deutschland 700 Euro
Österreich 730 Euro
Schweiz 780 Euro

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Die Brutto-Preise pro Stück betragen bei:

  • Lumineers: 800 - 1.100 Euro
  • anderen Non-Prep-Veneers: 600 - 900 Euro
  • herkömmlichen Keramik-Veneers: 500 - 800 Euro
  • Veneers im Ausland: 350 - 450 Euro

Im Preis enthalten sind Zahnarzt-Honorar, Laborkosten und eventuell anfallende Zusatzkosten (Vorbehandlung). Im Ausland vorgenommene Veneer-Behandlungen sind wegen der niedrigeren Zahnarzthonorare, Zahntechniker-Gehälter, Materialkosten und abweichender Mehrwertsteuersätze oft kostengünstiger.

Gibt es eine Veneers Kostenübernahme von der Krankenkasse?

Für Veneer-Behandlungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen im Regelfall keine Kosten: Sie gelten als kosmetische Behandlungen, die aus ästhetischen Gründen und nicht aufgrund einer medizinischen Notwendigkeit vorgenommen werden. Eine anteilige Kostenübernahme erfolgt nur nach Unfällen. Wer verhindern möchte, später die Veneers Kosten selbst bezahlen zu müssen, sollte unbedingt eine private Zusatzversicherung mit entsprechendem Tarif abschließen. Private Krankenversicherer leisten nur dann (teilweise), wenn die Versorgung mit Veneers medizinisch erforderlich ist. Um überflüssige Kosten zu vermeiden, ist es sinnvoll, zuvor mehrere lokale Zahnarztpraxen miteinander zu vergleichen oder, falls möglich, sich eine gute Zahnklinik im Ausland zu suchen.

Wieso variieren die Kosten bei der Verwendung von Veneers so stark?

Die Kosten für Veneers sind davon abhängig:

  • in welchem Land sie angepasst werden
  • in welcher Zahnarztpraxis die Veneers eingesetzt werden
  • welches Material bei ihrer Herstellung verwendet wird
  • welche Art von Veneers der Patient wünscht
  • in welchem Land die Veneers gefertigt werden: Die meisten Halbschalen stammen aus Asien.
  • welches Herstellungsverfahren zum Einsatz kommt
  • wie hoch das Zahnarzthonorar ist: Der Zahnarzt kann sein Honorar selbst bestimmen und rechnet nach Aufwand ab.
  • ob umfangreichere Vorbehandlungen wie Bleaching oder Kariesentfernung notwendig sind
  • mit welchem Labor der Zahnarzt zusammenarbeitet
  • wie viele Zähne verblendet werden sollen: Bei mehreren Zähnen reduziert sich der Pro-Stück-Preis.

Beispiele für Veneers Kosten

Im Folgenden handelt es sich um die Durchschnittskosten pro Stück für Keramik-Veneers ohne umfangreichere Vorbehandlung.

Deutschland:

  • Arzthonorar: 220 Euro
  • Materialkosten (Laborkosten): 440 Euro
  • Zuschuss der Krankenkasse: 0 Euro
  • Eigenanteil (Gesamtkosten): 660 Euro

Tschechien:

  • Arzthonorar: 130 Euro
  • Materialkosten (Laborkosten): 260 Euro
  • Zuschuss der Krankenkasse: 0 Euro
  • Eigenanteil (Gesamtkosten): 390 Euro

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Wie läuft die Behandlung bei Veneers ab?

Erster Schritt: Der Zahnarzt führt zuerst eine professionelle Zahnreinigung und, falls nötig, noch eine medizinische Vorbehandlung durch: Zähne und Zahnfleisch müssen frei von Zahnstein, Zahnbelag, Karies und Entzündungen sein.

Zweiter Schritt: Der Zahnarzt trägt nach der lokalen Betäubung seines Patienten eine hauchdünne Schicht Zahnschmelz ab, damit der Zahn nicht zu dick ist und der Klebstoff besser haftet. Danach legt er die passende Veneer-Farbe fest.

Dritter Schritt: Der Zahnarzt macht von dem vorbehandelten Zahn einen Abdruck, der dem Zahnlabor als Vorlage dient. Der Patient erhält dann ein Kunststoff-Provisorium.

Vierter Schritt: Der Zahnarzt raut den Zahnschmelz erneut leicht auf und klebt das Veneer mit einem hellen, der Veneer-Stärke angepassten Zwei-Komponenten-Kleber dauerhaft auf dem Zahn fest. Anschließend wird der Klebstoff mit einer Blaulicht-Lampe ausgehärtet.

Zusammenfassung: Nach der Vorbehandlung wird meist eine dünne Schicht Zahnsubstanz abgetragen. Dann erfolgen die Bestimmung der optimal geeigneten Veneer-Farbe und die Abdrucknahme. Ist die Halbschale fertig, wird sie auf den jeweiligen Zahn geklebt.

Welche Risiken und Komplikationen gibt es bei der Veneer Behandlung?

Im Normalfall sind keine Komplikationen zu befürchten. Die Halbschalen bestehen aus körperverträglichem Material. Der Patient erhält eine Lokalanästhesie, sodass die Behandlung schmerzfrei ist. Allerdings kann es danach für einige Stunden zu leichten Wundschmerzen am Zahnfleisch kommen. Das Abschleifen des Zahnschmelzes kann mitunter eine erhöhte Temperatur-Sensibilität zur Folge haben. Der Patient verspürt dann beim Genuss von Kaltem oder Heißem einen stechenden Schmerz im behandelten Zahn. Beim versehentlichen Biss auf zu harte Nahrungsmittel können Veneers Risse bekommen oder sich lockern. In diesen Fällen wären eine weitere Zahnarztbehandlung und das Anbringen einer neuen Verblendschale erforderlich.

Zu welchem Arzt sollte man bei Veneers gehen?

Veneer-Behandlungen werden in vielen Zahnarzt-Praxen durchgeführt. Wer Kosten sparen möchte, kann sich im Ausland Veneers machen lassen. Allerdings muss der Patient den Kosten für die eigentliche Behandlung noch die Kosten für die An- und Abreise hinzurechnen. Der Aufenthalt in einem 4 Sterne Hotel wird oft durch den Zahnarzt bzw. der Zahnklinik kostenlos gestellt. Gerade Ungarn ist beliebt, wenn es darum geht, sich kostengünstigere Halbschalen anfertigen und aufbringen zu lassen. Sucht sich der interessierte Zahnarzt-Patient über das Internet eine renommierte Zahnklinik, muss er sich um die Qualität seiner Veneer-Behandlung keine Sorgen machen.

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