Behandlungsratgeber

Wirbelsäulenchirurgie

Es gibt verschiedene Formen der Wirbelsäulenchirurgie, von denen die meisten darauf abzielen, Schmerzen zu lindern oder die Beweglichkeit zu verbessern.

Wenn alle physiotherapeutischen und nicht-chirurgischen Maßnahmen fehlgeschlagen sind, kann die Wirbelsäulenchirurgie die einzig mögliche Behandlung sein.

AUF EINEN BLICK
FÜR WEN IST ES GEEIGNET
  • Personen mit chronischen Rückenschmerzen
  • Personen mit einem ernsthaften, mit der Wirbelsäule in Zusammenhang stehenden Problem der Bewegungsunfähigkeit
  • Personen, bei denen andere Behandlungen erfolglos waren
  • Personen mit degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule
  • Personen mit angeborenen Wirbelsäulenproblemen wie Skoliose
ERHOLUNGSDAUER
  • Einige Personen können innerhalb von ein bis zwei Tagen nach Hause zurückkehren.
  • Personen, die sich einer komplexen Wirbelsäulenchirurgie unterziehen, müssen eventuell mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben.
BEHANDLUNGSDAUER
  • Die Dauer des Eingriffs hängt von der Art der Operation ab.
ERFOLGSRATE
  • Die Erfolgsraten variieren je nach Art der Operation erheblich.
POTENZIELLE RISIKEN & NEBENWIRKUNGEN
  • Nervenschäden
  • Lähmung
  • Blutungen
  • Infektionen
  • Taubheitsgefühl
  • Verringerte Beweglichkeit
  • Schlaganfall
  • Bandscheibenvorfall
WIE FUNKTIONIERT ES?

Was ist die Wirbelsäulenchirurgie?

Die Wirbelsäulenchirurgie behandelt folgende Probleme:

  • chronische Schmerzen
  • Fehlbildungen
  • ernsthafte Mobilitätsprobleme

Sie ist in der Regel ein letzter Ausweg, nachdem alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sind.

In den meisten Fällen wird eine Wirbelsäulenchirurgie durchgeführt, um den Rücken zu stärken, die Haltung zu verbessern oder Schmerzen zu lindern. Einige Wirbelsäulenoperationen werden jedoch im Notfall durchgeführt - oft nach einem schweren Trauma.

Wie funktioniert die Wirbelsäulenchirurgie?

Es gibt verschiedene Arten der Wirbelsäulenchirurgie, von denen die meisten einen erheblichen Einschnitt erfordern. In einigen Fällen werden:

  • Bandscheiben in die richtige Position gebracht
  • Nerven entfernt
  • Muskeln gestärkt
  • Wirbel durch Gelenkversteifung miteinander verbunden
  • Teile der Wirbelsäule entfernt, um chronische Schmerzen und Immobilität zu lindern

Gibt es verschiedene Arten der Wirbelsäulen-OP?

Heutzutage werden verschiedene Arten von Wirbelsäulenoperationen durchgeführt.

Wirbelsäulen-Gelenkversteifung

Die Gelenkversteifung wird bei Personen mit unspezifischen chronischen Rückenschmerzen vorgenommen, die nicht auf Physiotherapie und andere Therapieformen angesprochen haben.

Der Chirurg fügt 2 oder mehr Wirbel zusammen, um deren Bewegung innerhalb des Problembereichs einzuschränken. Dies wiederum begrenzt, wie weit sich die Nerven zwischen den Wirbeln bewegen können.

In den meisten Fällen schränkt die Gelenkversteifung von 2 Wirbeln die körperliche Aktivität nicht ein. Der Eingriff kann jedoch Konsequenzen haben, wenn Sie Wettkampfsport ausüben.

In bestimmten Fällen kann eine zweite Operation erforderlich sein. .

Laminektomie

Bei der Laminektomie handelt es sich um eine häufige Operation, die die Symptome der Wirbelsäulenstenose lindern soll. Bei der Wirbelsäulenstenose wird der Spinalkanal (Sitz des Rückenmarks) zusammengedrückt. In diesem Fall kann Druck auf die Nerven ausgeübt werden, was zu starken Schmerzen führt.

Bei der Laminektomie werden Teile der Wirbelsäule, Knochensporne und verschiedene Bänder entfernt. Das entlastet die umgebenden Nerven. Der Eingriff schwächt jedoch die Wirbelsäule, und macht sie weniger stabil. Um dies zu vermeiden, kann sich Ihr Chirurg dafür entscheiden, gleichzeitig eine Gelenkversteifung an der Wirbelsäule durchzuführen.

Foraminotomie

Personen, die den Großteil ihres Tages sitzend verbringen, leiden oft an Schmerzen und Bewegungsunfähigkeit durch komprimierte Nerven. Dann kann eine Foraminotomie helfen.

Die Foraminotomie beginnt mit einem großen Einschnitt. Der Chirurg entfernt vorsichtig einen Teil der verletzenden Wirbel, und zwar an beiden Enden. Dies erweitert den Zwischenraum, durch den die Spinalnerven die Wirbelsäule verlassen. Wenn diese Zwischenräume sehr eng sind, können Nerven regelmäßig eingeklemmt werden.

Leider kann diese Art der Wirbelsäulenoperation dazu führen, dass Ihre Wirbelsäule weniger stabil wird. Wenn dies geschieht, sind Sie möglicherweise anfällig für eine Reihe von Rückenproblemen. Wenn Ihr Chirurg wegen der Instabilität der Wirbelsäule besorgt ist, führt er wahrscheinlich gleichzeitig eine Gelenkversteifung an der Wirbelsäule durch.

Diskektomie

Wenn eine Bandscheibe, die ein Kissen zwischen 2 Wirbeln bildet, verrutscht, kann dies großen Druck auf die Nerven ausüben. Das kann wiederum zu starken Schmerzen führen. Dies bezeichnet man als Bandscheibenvorfall. Das Problem löst sich im Laufe der Zeit von selbst. Wenn dies nicht der Fall ist, kann eine Diskektomie nötig sein.

Das Verfahren beinhaltet das Entfernen der gesamten oder eines Teils der Bandscheibe. In einigen Fällen kann ein großer Einschnitt erforderlich sein. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass Ihr Chirurg die gesamte Operation durch eine kleine Öffnung durchführen kann. Diese spezielle Art der Bandscheibenentfernung wird als Mikrodiskektomie bezeichnet.

Bandscheiben-Ersatz

Bandscheiben bilden einen Puffer zwischen den Wirbeln. Sie sind notwendig, weil sich die Wirbelsäule den ganzen Tag lang bewegt. Wenn sie nicht vorhanden wären, würden die Knochen bei fast jeder Bewegung gegeneinander reiben.

Nach einer Diskektomie kann es nötig sein, die Bandscheibe durch eine künstliche Prothese zu ersetzen. Hier besteht die Gefahr, dass eine künstliche Bandscheibe zu früh aus der Position rutscht. Die Erholungszeit nach einem Bandscheibenersatz ist jedoch viel kürzer als bei der Gelenkversteifung.

Interlaminares Implantat

Von alle Formen der Wirbelsäulenchirurgie zur Linderung chronischer Schmerzen ist dies vielleicht die am wenigsten invasive. Dabei wird ein kleines, u-förmiges Implantat erstellt, das dann zwischen 2 Wirbeln eingesetzt wird. Das Hauptziel des Implantats ist es, den Raum zwischen den Wirbeln offenzuhalten, damit die Nerven nicht eingeklemmt werden.

Da der Chirurg keinen Teil der Wirbelsäule entfernt, verschlechtert sich die Stabilität der Wirbelsäule nach der Operation kaum oder gar nicht.

Was steht mir bevor?

Die Wirbelsäulenchirurgie befasst sich mit einem Bereich des Körpers, der voller Nerven ist. Nach dem Eingriff ist mit starken Schmerzen zu rechnen. Wenn Ihre Operation jedoch erfolgreich verläuft, sollte dieser Schmerz innerhalb weniger Tage nachlassen. Sie müssen sich nach der Operation krankschreiben lassen und sollten mindestens 3 Monate lang körperliche Anstrengungen vermeiden und einen Monat lang nichts Schweres heben.

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Die Behandlungskosten hängen von unterschiedlichen Faktoren ab, wie dem Wechselkurs oder den Lebenserhaltungskosten im jeweiligen Behandlungsland. Auch die Schwere Ihrer Verletzung und die Erfahrung des Arztes spielen eine Rolle. Im Folgenden finden Sie die durchschnittlichen Kosten in verschiedenen Ländern.

LÄNDER IM VERGLEICH
TOP ZIELE

Hier finden Sie die Durchschnittskosten für Wirbelsäulenoperationen rund um die Welt.

  • Polen

    2.670 €
  • Litauen

    6.300 €
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