Behandlungsratgeber

Diagnose und Behandlung von Brustkrebs

Brustkrebs entsteht durch wucherndes Wachstum der Brustzellen: Ein Tumor entsteht. Brustkrebs ist die zweithäufigste Krebsart und die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In seltenen Fällen kann er allerdings auch bei Männern auftreten.

Das Krebsgeschwür entsteht meist in den Milchgängen, manchmal auch in den Milchdrüsen.

AUF EINEN BLICK
FÜR WEN IST ES GEEIGNET
  • Patienten, die mit Brustkrebs diagnostiziert wurden
PROGNOSE
  • Die 5-Jahre-Überlebensrate für Brustkrebs ohne Metastasenbildung liegt bei über 90 %.
  • Bei Metastasenbildung sinkt die Rate auf etwas über 20 %.
BEHANDLUNGSDAUER
  • Die OP dauert 2 bis 3 Stunden.
  • Chemotherapie wird in Zyklen angesetzt und verläuft bei jedem anders.
  • Strahlentherapie wird für etwa 5 bis 8 Wochen angesetzt.
  • Dauer der Hormon- oder einer gezielten Krebstherapie hängen vom Patienten ab.
POTENZIELLE RISIKEN & NEBENWIRKUNGEN
  • Blutungen, Infektionen und Schmerzen, Verlust oder Veränderung der Empfindung in der Brust, geschwollene Arme
  • Nebenwirkungen der Strahlentherapie sind unter anderem: Schwellungen, Müdigkeit, Hautveränderungen, spätere Probleme beim Stillen, Schädigung der Armnerven, Schmerzen, Infektionen und Bildung von Seromen
  • Komplikationen bei der Chemo sind unter anderem: Haarausfall, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall, Müdigkeit sowie Veränderungen der Periode und der Fruchtbarkeit
BRUSTKREBS

Ursachen

Hier sind einige Risikofaktoren für Brustkrebs:

  • Alkohol: Ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs steht in direkter Verbindung mit Ihrem Alkoholkonsum: Je mehr Alkohol, desto höher das Risiko.
  • Gewicht: Bei Übergewicht oder Fettleibigkeit besteht erhöhtes Brustkrebsrisiko.
  • Geschlecht: Frauen haben ein deutlich höheres Risiko als Männer
  • Alter: Mit zunehmendem Alter, steigt Ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken.
  • Gene: Die Mutation gewisser Gene wie BRCA1 und 2 steigern das Brustkrebsrisiko erheblich.
  • Familiärer Hintergrund: Ist bei Ihnen ein enger Verwandter an Brustkrebs erkrankt? Dann steigt auch Ihr Risiko Brustkrebs zu entwickeln. Auch wenn Sie selbst bereits Brustkrebs oder Brustbeschwerden hatten, steigt das Risiko einer erneuten Erkrankung.
  • Dichtes Brustgewebe: Wenn Sie besonders dichtes Gewebe, also mehr Zellen haben, besteht erhöhtes Risiko, dass sich Krebszellen bilden.

Symptome

  • In der Brust oder unter dem Arm (nahe dem Schlüsselbein) ist ein Knoten zu spüren
  • Schmerzen und/oder (teilweises) Anschwellen der Brust/Brüste
  • Brustwarzen sondern Sekret ab oder ziehen sich ein (Schlupfwarze)
  • Reizungen, Rötungen und ähnliche Veränderungen des/der Brustwarze/n oder der Haut im Brustbereich

Diagnose

Brustkrebs wird durch folgende Methoden diagnostiziert:

  • Mammogram: Die gebräuchliste Screening- und Diagnose-Test für Brustkrebs. Die Brust wird mit schwacher Röntgenstrahlung durchleuchtet und auf Tumorbildung hin überprüft.
  • Andere bildgebende Verfahren: Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT) werden angewandt, um den Krebs detailliert zu untersuchen.
  • Biopsie: Aus der Brust wird eine Gewebeprobe entnommen, um die Krebsdiagnose zu bestätigen, wenn die anderen Tests kein eindeutiges Ergebnis liefern.

Außerdem gibt es neue Diagnoseverfahren, die optische oder molekulare Bildgebung benutzen.

Wie wird Brustkrebs behandelt?

Operation

Es gibt 2 Operationsverfahren:

  • Brusterhaltende Operation: Hierbei werden lediglich die Krebszellen und umliegendes Gewebe entfernt. Wieviel entnommen werden muss, hängt unter anderem davon ab, wie aggressiv der Krebs ist und wo genau er sich befindet.
  • Mastektomie: Hierbei wird die gesamte Brust und Teile des umliegenden Gewebes entfernt. Es gibt verschiedene Formen der Mastektomie: einfache/totale Mastektomie
    Modifizierte radikale Mastektomie
    Radikale Mastektomie
    Partielle Mastektomie (Lumpektomie)
    Subkutane Mastektomie
    Die für Sie richtige Form der Mastektomie hängt vom Stadium des Krebses ab und wie weit er sich bereits ausgebreitet hat. Und nicht jede Frau mit Brustkrebs braucht eine Mastektomie! Für manche Patienten ist es aber die einzige operative Alternative. Alles hängt sehr stark vom Stadium Ihres Krebses, Ihrer Behandlungsvorgeschichte und ähnlichen Faktoren ab.

Strahlentherapie

  • (externe) Strahlentherapie
    Hierbei wird ionisierte Strahlung auf die Krebszellen gerichtet. Dadurch werden diese abgetötet. Auch gesunde Zellen werden dabei beschädigt, erholen sich aber durch die Zell-Reparation wieder. Die Behandlung findet in kurzen Sitzungen 5-mal pro Woche über mehrere Wochen hinweg statt. Die Größe des Tumors, und ob eine Ausbreitung auf benachbartes Gewebe schon stattgefunden hat, hat Einfluss auf die Form der Therapie.

  • Brachytherapie
    Brachytherapie, auch interne Strahlentherapie genannt, ist eine weitere Form der Strahlentherapie. Die Strahlenquelle wird dabei für einige Zeit im Brustinnern platziert. Sie kann zusammen mit externer Strahlentherapie angewandt werden. Ob diese Therapie für Sie empfehlenswert ist, hängt von Ihrer Diagnose ab.

Strahlentherapie wird meist nach einer Brusterhaltenden OP eingesetzt. Nach einer Mastektomie ist sie nur nötig, wenn Sie sich in einem späten Krebsstadium befinden, oder Ihr Onkologe es Ihnen verordnet hat.

Chemotherapie

Hierbei werden Antikrebsmittel eingesetzt, um Krebszellen abzutöten oder zu verkleinern und, um die Ausbreitung im Körper zu verhindern. Chemotherapie kann vor oder nach einer Operation eingesetzt werden. In späten Krebsstadien ist sie mitunter auch die zentrale Behandlungsmethode.

Hormontherapie

Östrogen und Progesteron sind körpereigene Hormone, die eine Vielzahl von Funktionen haben. Sie können allerdings auch den Krebszellen beim Wachsen helfen. Wenn Ihre Krebszellen hormonrezeptor-positiv sind (also Östrogen und Progesteron als Stimulant für ihr Wachstum nutzen), kann Ihnen eine Hormontherapie als Teil Ihrer Behandlung verschrieben werden. Sie bekommen dann Medikamente, die die Rezeptoren blockieren und so das Wachstum verhindern.

gezielte Krebstherapie

Wie der Name vermuten lässt, schädigen Medikamente für die gezielte Krebstherapie nur die Krebszellen und haben keine nachteiligen Auswirkungen auf umliegende Zellen oder andere Zelltypen. Die Therapie wird in Kombination mit einer Chemotherapie angesetzt.

Was kann ich von der Behandlung erwarten?

Bitte denken Sie daran: Ihre Krankengeschichte, Ihr soziales Umfeld (Familie und Freunde eingeschlossen), Ihr Lebenswandel, genetische Veranlagung sowie Form und Aggressivität des Krebses, all dies spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahl Ihrer Behandlung. Oft wird eine Mischung aus verschiedenen Behandlungsmethoden empfohlen. Dies kann sich im weiteren Verlauf der Krankheit durchaus noch ändern. Ein solches Vorgehen wird angewendet, damit Ihr Arzt sicherstellen kann, dass Sie die bestmögliche Behandlung für Ihr Krankheitsbild erhalten.

Wie finde ich den richtigen Arzt?

Es ist nur natürlich, dass man vor einem so schwerwiegenden Eingriff wie einer Operation oder Strahlentherapie verunsichert ist und gerne noch eine zweite Meinung einholen möchte. Oder Sie möchten den besten Onkologen für Brustkrebs finden, oder einer klinischen Studie beitreten, die modernste Forschungen betreibt.

Für Unterstützung mit all diesen Anliegen und zur Beantwortung aller aufkommenden Fragen, ist Qunomedical rund um die Uhr für Sie da.

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