Behandlungsratgeber

Diagnose und Behandlung von Hautkrebs

Es gibt 3 Formen von Hautkrebs:
Basaliome, Spinaliome (Stachelzellkrebs) - beide auch als weißer Hautkrebs bezeichnet - und Maligne Melanome (schwarzer Hautkrebs).

Sie befallen die 3 Hautzellenarten in den Epidermisschichten: die obere Schicht enthält die Stachelzellen, die unterste Basalzellen und Melanozyten.

Der Inhalt wurde von Qunomedical und dem Medizinischen Beirat nach bestem Wissen und Gewissen auf Qualität und Richtigkeit überprüft.

AUF EINEN BLICK
FÜR WEN IST ES GEEIGNET
  • Patienten, die mit Hautkrebs diagnostiziert wurden
PROGNOSE
  • Die 5-Jahre-Überlebensrate für die verschiedenen Hautkrebsarten liegt bei über 90 %.
  • Die Rate sinkt mit Ausbreitung des Krebses auf andere Körperregionen.
BEHANDLUNGSDAUER
  • Gesundheitszustand, Krankheitsgeschichte, Alter, Krebsstadium und andere damit verbundene Faktoren bestimmen die Dauer der Chemotherapie.
  • Die Dauer für die verschiedenen Operationen variiert: 1 bis 3 Stunden, aber auch erheblich längere Zeiträume sind möglich.
POTENZIELLE RISIKEN & NEBENWIRKUNGEN
  • Unter die im Allgemeinen bei einer OP anfallenden Risiken zählen Blutungen, Infektionen, Schmerzen, Schwellungen und die Rückkehr der Krebserkrankung.
  • Nebenwirkungen der Strahlentherapie sind unter anderem: Beeinträchtigung der Speicheldrüsen und Zähne, Müdigkeit, Hautveränderungen
  • Komplikationen bei der Chemo sind unter anderem: Haarausfall, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall, Müdigkeit, Autoimmunreaktionen und negative Reaktionen auf die Infusionen.
Hautkrebs

Ursachen und Risikofaktoren

  • UV-Strahlung: Sonnenlicht oder Sonnenbänke
  • Belastung durch radioaktive Strahlung oder aggressive Chemikalien (Arsen, Teer, Kohle) erhöht das Risiko auf weißen Hautkrebs.
  • Familiärer Hintergrund: Sind Sie oder ein Mitglied Ihrer Familie an Hautkrebs erkrankt, erhöht sich das Risiko auf eine (erneute) Erkrankung.
  • Rauchen erhöht das Risiko auf Hautkrebs.
  • Genetische Defekte wie Xeroderma pigmentosum oder das Gorlin-Syndrom.
  • Alter: Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Risiko auf weißen Hautkrebs.
  • HPV Infektion: erhöht das Risiko auf Hautkrebs.
  • geschwächtes Immunsystem: ist anfällig für Hautkrebs.
  • Helle Haut: empfindlicher für Sonnenbrand, ist also ein Risikofaktor.

Symptome

Die 3 Hautkrebsarten haben jeweils eine Reihe spezifischer Symptome. Unten finden Sie einige, die bei allen 3 Arten auftreten.

  • Wunde Stellen oder Schnitte, die sehr schlecht verheilen
  • Rosafarbene Wucherungen mit ungewöhnlicher Färbung an den Rändern oder einem unnormalen Blutgefäß. Diese Hautknoten können wachsen, bluten und sich zu Geschwüren entwickeln.
  • Rote Flecken mit schuppiger oder rauer Haut.
  • Warzenähnliche Gebilde

Die Symptome treten vor allem im Kopf-, Nacken- und Gesichtsbereich aus, aber auch an den Armen und im Genitalbereich. Falls Sie eines dieser Symptome entwickeln, ziehen Sie bitte einen Dermatologen oder Onkologen zu Rate. Diese Beschreibung umfasst lediglich die häufigsten Formen. Die Flecken/Knoten können bei Ihnen also auch durchaus anders aussehen.

Diagnose und Früherkennung

1. Krankengeschichte
Bei Ihrer Krebsberatung notiert Ihr Arzt jegliche früheren und akuten Erkrankungen und die von Ihnen eingenommenen Medikamente.

2. Untersuchung
Sie sollten einmal monatlich einen Selbstcheck durchführen. Schauen Sie nach, ob sich Flecken oder Muttermale verändert haben oder seltsam aussehen. Bei einer ärztlichen Untersuchung benutzt der Arzt ein Dermatoskop, er erhält so ein deutlicheres Bild Ihrer Haut.

3. Biopsie
Hierbei wird eine Hautprobe entnommen und unter dem Mikroskop nach Krebszellen untersucht.

Wie wird Hautkrebs behandelt?

Operation

Die Operationsverfahren für Hautkrebs sind:

  • Exzision: Der Chirurg entfernt den betroffenen Hautteil und Teil des umgebenden Gewebes. Die OP wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt.
  • Kürettage und Elektrokaustik: Mit einem speziellen Werkzeug, der Kürette, wird der Fleck/Knoten/Bereich mit den Krebszellen entfernt. Dann wird ein Elektrokauter (Elektroskalpell) benutzt, um verbleibende Krebszellen im umliegenden Gewebe zu zerstören.
  • Kryochirurgie: Flüssiger Stickstoff wird auf den befallenen Hautbereich aufgetragen, um die Krebszellen schockzugefrieren und abzutöten. Kryochirurgie wird bei Krebsvorstufen und kleine Hautkrebsbereiche eingesetzt.
  • Mohs-Chirurgie: Das in den 1930ern entwickelte Verfahren ist äußerst spezialisiert. Es zielt darauf ab, möglichst viel gesundes Gewebe zu erhalten. Die OP wird in Zyklen durchgeführt. Nach einer örtlichen Betäubung entfernt der Chirurg eine von Krebs befallene Hautschicht und etwas umliegendes Gewebe. Die verbleibende Haut wird auf Krebszellen untersucht. Bei einem positiven Ergebnis wird eine weitere Hautschicht entfernt. Dieser Prozess wird so lange wiederholt, bis sämtliche Krebszellen entfernt worden sind.

Chemotherapie

Hierbei werden Antikrebsmittel eingesetzt, um Krebszellen abzutöten oder zu verkleinern und, um die Ausbreitung im Körper zu verhindern.

Zur Bekämpfung von Hautkrebs wird eine Lokaltherapie vorgenommen. Das bedeutet, man verwendet Arzneimittel, die direkt auf die Haut aufgetragen werden können.

Die gängige Form der Chemotherapie wird bei den aggressiveren Spinaliomen eingesetzt, die sich bereits auf andere Körperregionen ausgebreitet haben.

Für Basaliome wird sie in dieser Form kaum eingesetzt.

Immuntherapie

Bei der Immuntherapie wird Ihr Immunsystem unterstützt/gestärkt, damit es sich gegen die Krebszellen wehren kann.

Die meisten Medikamente der Immuntherapie wirken als Immun-Checkpoint-Inhibitor. Unser Immunsystem besitzt sogenannte Immun-Checkpoints. Durch sie werden die Lymphozyten ‘ein- und abgeschaltet’, steigern oder dämpfen also die Immunantwort. Krebszellen machen sich dies zu nutzen, indem sie das Aussehen einer harmlosen Zelle imitieren (ein bestimmtes Protein an ihrer Oberfläche ausbilden). So werden sie vom Immunsystem nicht zerstört.

Die Medikamente blockieren dieses Protein auf den Krebszellen, oder auf den T-Zellen (ein Lymphozytentyp), die darauf reagieren. So kann eine Immunreaktion gegen die Krebszellen erfolgen.

Gezielte Krebstherapie

Wie der Name vermuten lässt, schädigen Medikamente für die gezielte Krebstherapie nur die Krebszellen und haben keine nachteiligen Auswirkungen auf umliegende Zellen oder andere Zelltypen.

Die Therapie wird in Kombination mit einer Chemotherapie angesetzt, kann aber auch anstelle einer Chemo angeordnet werden, wenn die Chemotherapie nicht anschlägt. Momentan gibt es einige Medikamente der gezielten Krebstherapie, die den sogenannten Hedgehog-Signalweg blockieren, der eine Rolle bei der Zelldifferenzierung spielt.

Strahlentherapie

Hierbei wird ionisierte Strahlung auf die Krebszellen gerichtet. Bei Hautkrebs wird diese Therapie eigentlich nur dann angewandt, wenn eine OP nicht möglich ist. Oder sie wird operationsergänzend eingesetzt.

Was kann ich von der Behandlung erwarten?

Bitte denken Sie daran: Ihre Krankengeschichte, Ihr soziales Umfeld (Familie und Freunde eingeschlossen), Ihr Lebenswandel, genetische Veranlagung sowie Form und Aggressivität des Krebses, all dies spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahl Ihrer Behandlung. Oft wird eine Mischung aus verschiedenen Behandlungsmethoden empfohlen. Dies kann sich im weiteren Verlauf der Krankheit durchaus noch ändern. Ein solches Vorgehen wird angewendet, damit Ihr Arzt sicherstellen kann, dass Sie die bestmögliche Behandlung für Ihr Krankheitsbild erhalten.

Wie finde ich den richtigen Arzt?

Operation oder Strahlentherapie stellen einen schwerwiegenden Eingriff dar. Verunsicherung ist da nur natürlich. Sie möchten vielleicht noch eine zweite Meinung einholen, den besten Onkologen für Hautkrebs finden, oder einer fortschrittlichen klinischen Studie zu Hautkrebs beitreten.

Für Unterstützung mit all diesen Anliegen und zur Beantwortung aller aufkommenden Fragen, ist Qunomedical rund um die Uhr für Sie da.

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