Die PRP Behandlung bei einer Haartransplantation

Bei einer Haartransplantation ist eine gleichzeitige PRP Behandlung - also eine Behandlung mit plättchenreichem Plasma - sehr beliebt. Das Blut des Patienten wird aufbereitet, konzentriert und ihm per Spritze wieder injiziert. Aufgrund des Einsatzes bei Sportverletzungen (bei Profisportlern) und den hautverjüngenden Eigenschaften, die bei kosmetischen Eingriffen zum Tragen kommen, hat die Behandlung bereits einige Aufmerksamkeit in den Medien erhalten.

Wofür kann die PRP Behandlung eingesetzt werden?

PRP kommt obwohl im Bereich der kosmetischen Chirurgie als auch bei Dermatologie und Orthopädie zum Einsatz. Sie hat sich als effektive Behandlung für Arthrose, Verletzungen an Sehnen, Bändern, Muskeln, Nerven und Gelenken, sowie muskuloskelettale Beschwerden herausgestellt.

Mittlerweile wird PRP auch für die Behandlung von Haarausfall bei Männern und Frauen eingesetzt. Da Eigenblut benutzt wird, kommt es weder zu allergischen Reaktionen noch zu einer Abwehrreaktion des Körpers. Die heilenden Eigenschaften des mit Blutplättchen angereicherten Blutplasmas können so für das Haarwachstum genutzt werden. Die Behandlung wird in Kombination mit der Haartransplantation angesetzt, um Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren und gleichzeitig die Haardichte zu erhöhen. Sie kann aber auch separat angewendet werden, um das Haarwachstum anzuregen.

PRP Herstellung: Jetzt wird’s technisch

Zur Herstellung des plättchenreichen Plasmas werden dem Patienten 30 bis 100 ml Eigenblut abgenommen. Das Blut kommt dann in eine Zentrifuge. Hier werden durch Drehung auf Hochgeschwindigkeit die Blutplättchen von den roten und weißen Blutzellen und anderen Inhaltsstoffen getrennt. 3 bis 10 ml angereichertes Blutplasma können anschließend entnommen werden. Das Konzentrat enthält, verglichen mit dem normalen Blut, die 3- bis 5-fache Menge an Blutplättchen. Die Blutplättchen werden mit Kalziumchlorid, Thrombin und gelegentlich auch mit Kollagen vermischt, um sie zu aktivieren. Mit anderen Worten: die verschiedenen im PRP enthaltenen Wachstumsfaktoren - im Blut natürlich enthaltene Substanzen, die das Zellwachstum und die Heilung anregen sowie die Haut von innen heraus erneuern - werden freigesetzt. Zu diesen Wachstumsfaktoren zählen unter anderem der Platelet-derived growth factor (eine Familie von 4 Wachstumsfaktoren), Fibroblasten-Wachstumsfaktoren, vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktoren, der epidermale Wachstumsfaktor oder der Connective tissue growth factor.

PRP

So läuft die Behandlung ab

Das aktivierte PRP wird in die Kopfhaut injiziert (der Bereich wurde zuvor natürlich örtlich betäubt). Manchmal werden Mikronadeln eingesetzt, um den Heilungsprozess der Haut anzuregen, damit Kollagen und Elastin produziert werden. Das verbessert die Aufnahme des PRP. Die Behandlung dauert zwischen 60 und 90 Minuten. Sie soll das Haarwachstum durch Erneuerung und Reparatur der Haarwurzeln anregen, und gleichzeitig den Haarausfall stoppen. Es wird empfohlen, die Behandlung 6 Wochen nach dem ersten Termin zu wiederholen. Danach sollte dann im ersten Jahr alle 3 Monate eine Sitzung erfolgen, ab dem zweiten Jahr können bei Bedarf im Abstand von jeweils 6 Monaten noch Folgebehandlungen durchgeführt werden. Das hängt immer von den Ergebnissen ab, und wie der Patient auf die Behandlung anspricht. Einige Chirurgen setzen PRP ergänzend zur Haartransplantation ein. Die Behandlung empfiehlt sich bei jüngeren Männern, die unter einsetzendem Haarausfall leiden, für die eine Haartransplantation aber eventuell verfrüht ist. Außerdem für Frauen, die nach der Geburt oder während, bzw. nach der Menopause an Haarausfall leiden. Für Leute mit dünner werdendem Haar und solche, die schon eine Haartransplantation hinter sich haben.

HIER FINDEN SIE DEN PASSENDEN ARZT FÜR EINEN BRUCHTEIL DER KOSTEN.

Qunomedical arbeitet nur mit ausgewählten Kliniken und Ärzten weltweit zusammen. Kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies Angebot.

Kontaktieren Sie uns

Über den Autor

Dr. Sophie Chung, CEO & Gründerin

Sophie ist promovierte Ärztin im Fachbereich Kardiologie und Stammzellenforschung. Sie ist dabei das Gesundheitswesen grundlegend zu verändern: Patienten weltweit sollen einen leichteren Zugang zu Pflege und Behandlungen erhalten und medizinische Betreuung auf eine ganz neue Art erfahren.

Beliebteste Tags

Teilen

Meist gelesene Artikel

FUE und DHI - wo ist der Unterschied? Und welche Behandlung sollte ich wählen? Hier finden Sie heraus, wie die Behandlung abläuft und was dahinter steckt. Weiterlesen...

Autor:

Coree Howard, Autorin

Suchen Sie nach bezahlbarem Ersatz für einen fehlenden Zahn? Hier erfahren Sie, warum Ungarn die Lösung sein könnte. Weiterlesen...

Autor:

Ifrah Khanyaree, Autorin für medizinische Themen

Wodurch zeigt sich Stress? Und welche Tipps und Tricks können Sie in Ihren Alltag einbauen, um Stress zu vermeiden? Hier finden Sie es heraus! Weiterlesen...

Autor:

Ifrah Khanyaree, Autorin für medizinische Themen

Kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies Angebot

Kontaktieren Sie uns