Behandlungsratgeber

Thrombendarteriektomie

Pulmonale Thrombendarteriektomie (TEA) bezeichnet die Freilegung einer Lungenarterie, um Engstellen im Gefäß und Thromben zu beseitigen.

Der operative Eingriff wird unter anderem bei Patienten mit chronischer thromboembolischer pulmonaler Hypertonie (CTEPH) durchgeführt.

Der Inhalt wurde von Qunomedical und dem Medizinischen Beirat nach bestem Wissen und Gewissen auf Qualität und Richtigkeit überprüft.

AUF EINEN BLICK
FÜR WEN IST ES GEEIGNET
  • Patienten, die mit CTEPH diagnostiziert wurden.
  • Die OP eignet sich nicht für Patienten, die an einer Begleiterkrankung leiden, die nicht mit CTEPH in Verbindung steht. Auch für Patienten mit Lungenfibrose ist die OP nicht geeignet.
ERHOLUNGSDAUER
  • Der Krankenhausaufenthalt nach der OP beträgt etwa 2 Wochen.
  • Nach 3 Monaten sind Sie wieder vollständig genesen.
BEHANDLUNGSDAUER
  • 8 bis 10 Stunden
ERFOLGSRATE
  • Die Mehrheit der Studien verzeichnet einen Anstieg in der Überlebensrate.
POTENZIELLE RISIKEN & NEBENWIRKUNGEN
  • Blutungen
  • Infektionen
  • Schmerzen
  • Perikarderguss
WIE FUNKTIONIERT ES?

Wie funktioniert eine Thrombendarteriektomie?

Die pulmonale TEA wird als Behandlung bei CTEPH eingesetzt. Chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie ist eine Erkrankung, die sich durch wiederkehrende Lungenembolien äußert (eine Embolie ist die Verstopfung eines Blutgefäßes durch Thromben, also Blutgerinnsel). Die pulmonale TEA ist eine große und langwierige OP. Sie gliedert sich in folgende Schritte:

  • Sie erhalten eine Vollnarkose.
  • Der Chirurg öffnet Ihr Brustbein, um an Herz und Lunge zu gelangen. Dann werden Sie an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und Ihr Körper auf 18° C heruntergekühlt. Dies geschieht zum Schutz Ihrer Organe, da Stoffwechselprozesse durch die Kälte verlangsamt werden.
  • Um die Thromben zu entfernen, muss der Blutkreislauf unterbrochen werden, damit der Bereich um das Gerinnsel blutleer bleibt. Während dieser kurzen, kritischen Phasen der OP muss deshalb die Herz-Lungen-Maschine kurzzeitig abgeschaltet werden.
  • Das An- und Abschalten wird für jeden einzelnen Thrombus wiederholt, bis alle Gerinnsel entfernt worden sind.
  • Ihr Körper wird langsam erwärmt, bis die normale Körpertemperatur erreicht ist. Dann werden Sie von der Herz-Lungen-Maschine genommen.
  • Der Chirurg legt eine Drainage in Ihrer Brust (zum Abfluss von Blut und Wundsekret aus der Pleurahöhle) und verschließt die Wunde.

Was kann ich von einer pulmonalen TEA erwarten?

Krankenhausaufenthalt

Direkt nach der OP werden Sie auf die Intensivstation verlegt. Ihre Vitalfunktionen werden einige Tage lang gemessen, bis Sie erholt genug sind, um in die Kardiologie verlegt zu werden. Dort bleiben Sie erneut einige Tage unter Beobachtung, und dürfen danach nach Hause zurück. Der Krankenhausaufenthalt kann zwischen 10 Tagen und 3 Wochen dauern. Ihnen werden außerdem Medikamente verordnet, die Sie für den Rest Ihres Lebens regelmäßig einnehmen müssen.

nach der Entlassung

Sie müssen nach Ihrer Entlassung regelmäßig für Nachuntersuchungen und Tests ins Krankenhaus kommen. Nur so können die Ärzte überprüfen, wie Ihre Genesung voranschreitet und ob Ihr Herz gut arbeitet.

Es dauert etwa 3 Monate, bis Sie vollständig genesen sind, das ist aber bei jedem Patienten ein wenig unterschiedlich. Es hängt zu großen Teilen von Ihrer Krankengeschichte, Ihrem momentanen Gesundheitsstatus und Ihrem Lebenswandel ab.

Es besteht ein Restrisiko, dass sich nach der OP erneut Thromben bilden. In diesem Fall gibt es aber auch andere Behandlungsmethoden. Ihr Arzt wird diese mit Ihnen besprechen.

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