Behandlungsratgeber

Diagnose und Behandlung von Lungenkrebs

Lungenkrebs sind Tumore in der Lunge, die durch wucherndes Wachstum von Krebszellen entstanden sind.

Der Inhalt wurde von Qunomedical und dem Medizinischen Beirat nach bestem Wissen und Gewissen auf Qualität und Richtigkeit überprüft.

AUF EINEN BLICK
FÜR WEN IST ES GEEIGNET
  • Patienten, die mit Lungenkrebs diagnostiziert wurden
PROGNOSE
  • Die 5-Jahre-Überlebensrate für Lungenkrebs liegt bei etwa 10 bis 16 %.
BEHANDLUNGSDAUER
  • Die Dauer hängt von Ihrem individuellen Behandlungsplan, Ihrem Gesundheitszustand, Ihrer Krankengeschichte sowie dem Krebsstadium und damit zusammenhängenden Faktoren ab.
POTENZIELLE RISIKEN & NEBENWIRKUNGEN
  • Blutungen, Infektionen, Schmerzen, Blutgerinnsel, und Lungenentzündung
  • Nebenwirkungen der Strahlentherapie sind unter anderem: Schwellungen, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Hautveränderungen
  • Nebenwirkungen der Chemo sind unter anderem: Haarausfall, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall, Müdigkeit, Mundwundheit und Veränderung Ihrer kognitiven Fähigkeiten
Lungenkrebs

Ursachen

Lungenkrebs wird in 2 Haupttypen unterteilt: kleinzelliges Bronchialkarzinom und nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom. Ursachen für beide Subtypen:

  • Rauchen stellt den größten Risikofaktor für Lungenkrebs dar. Je länger und stärker Sie rauchen, desto höher ist das Risiko.
  • Belastung durch schädliche Stoffe in Umwelt und der Industrie wie Radon, Uranium, Arsen, Asbest, Kohleprodukte oder chemische Waffen
  • Belastung durch frühere Strahlentherapie in der Brust/Lunge
  • Tuberkulose bewirkt eine Vernarbung des Lungengewebes. Dies kann Sie anfälliger für Lungenkrebs machen.
  • Genetische Veranlagung/Vorkommen von Lungenkrebs in der Familie
  • Alter: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko auf Lungenkrebs

Symptome

Ist der Krebs auf die Lunge beschränkt, treten folgende Symptome auf:

  • Anhaltender Husten, Aushusten von Blut oder blutigem Schleim
  • Kurzatmigkeit oder Keuchen
  • Eine heisere Stimme
  • Schmerzen im Brustkorb
  • anhaltende/wiederkehrende Lungenerkrankungen wie Lungenentzündung

Hat der Krebs bereits Metastasen in den Lymphknoten, der Leber, den Knochen oder im Gehirn gebildet, können unter anderem folgende Symptome hinzukommen:

  • Knochenschmerzen
  • Gelbsucht
  • Übelkeit
  • Gewichtsverlust
  • Veränderung der kognitiven Fähigkeiten
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Entzündung der Lymphknoten

Diagnose und Früherkennung

  • Bildgebende Verfahren: CT, MRT, Röntgenstrahlen oder PET
  • Zytologische Untersuchung des Auswurfs: abgehusteter Schleim wird unter dem Mikroskop auf Krebszellen untersucht
  • Genetische Tests/molekulares Profiling: um einen besseren Einblick in die Mutationen zu erhalten, die Krebs hervorrufen. Dies hilft Ihrem Onkologen, einen Behandlungsplan für Sie zu erstellen.
  • Biopsie: wird ausgeführt, wenn die Ergebnisse der bildgebenden Verfahren auf Krebs hinweisen. Hierbei wird eine kleine Gewebeprobe aus der Lunge entnommen und unter dem Mikroskop untersucht.
  • Auch nach Biomarkern oder biologischen Markern wird gesucht. Sie können genau gemessen/berechnet werden und geben so Auskunft über Ihren Gesundheitszustand. Es kann sich bei diesen Markern um ein bestimmtes Protein handeln, um Rezeptoren oder Moleküle. Biomarker für Lungenkrebs sind z. B. der EGF-Rezeptor und Mutation des K-RAS-Gens (KRAS 1). Marker helfen Ihrem Onkologen den passenden Behandlungsweg für Sie zu wählen.

Wie wird Lungenkrebs behandelt?

Lungenkrebs kann durch eine OP, Strahlentherapie, Chemotherapie, gezielte Krebstherapie oder Immuntherapie behandelt werden. Oft wird auch eine Kombination aus den verschiedenen Verfahren benutzt.

Operation

Für gewisse Patienten (frühes Krebsstadium, nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom) ist eine OP möglich und hat hohe Erfolgschancen. Angewandten Verfahren sind unter anderem:

  • Pneumektomie: Entfernung des vom Krebs befallenen Lungenflügels.
  • Lobektomie: Unsere Lungenflügel formen Lappen, der rechte 3, der linke 2. Der vom Tumor befallene Lappen wird komplett entfernt.
  • Segmentektomie: Bei diesem Eingriff wird nur ein Teil eines Organlappens und Teil des umgebenden Gewebes entfernt. Dieses Verfahren wird für Patienten empfohlen, bei denen aufgrund fehlender Lungenkapazität nicht ein gesamter Lappen/Flügel entnommen werden kann.
  • Manschettenresektion: Befindet sich der Tumor auf den Bronchien, entfernt der Chirurg den befallenen Abschnitt und näht die gesunden Enden wieder zusammen.

Bei kleinzelligen Bronchialkarzinomen wird selten operiert.

Strahlentherapie

Hierbei wird ionisierte Strahlung auf die Krebszellen gerichtet. Dies zerstört die Krebszellen, schädigt aber auch einige der gesunden Zellen. Durch Zellreparatur können sich diese aber wieder regenerieren. Die Therapie dauert mehrere Wochen und findet an 5 Tagen die Woche in kurzen Sitzungen statt. Der konkrete Therapieplan hängt vom Krebsstadium und der Ausbreitung in Ihrem Körper ab.

Eine Strahlentherapie kann vor oder nach einer OP vorgenommen werden. Wenn eine OP nicht möglich ist, wird sie, zusammen mit der Chemo, als zentrale Therapieform genutzt oder zur Linderung der Schmerzen in späten Krebsstadien beider Typen. Bei kleinzelligen Bronchialkarzinomen wird sie oft im Gehirn eingesetzt, um das Risiko der Metastasenbildung in diesem Bereich zu verringern. Dies wird als vorbeugende Bestrahlung des Kopfes bezeichnet.

Es gibt externe und interne Strahlentherapie. Die interne Therapie wird auch als Brachytherapie bezeichnet.

Chemotherapie

Hierbei werden Antikrebsmittel eingesetzt, um Krebszellen abzutöten oder zu verkleinern und, um die Ausbreitung im Körper zu verhindern.

Chemotherapie kann vor oder nach einer Operation eingesetzt werden. Für Patienten, die sich keiner OP unterziehen können, wird sie in Kombination mit Strahlentherapie eingesetzt. Für späte Krebsstadien bildet sie oft die zentrale Therapie. Bei kleinzelligen Bronchialkarzinomen stellt die Chemotherapie zudem einen wichtigen Teil des Behandlungsplans dar, unabhängig vom Krebsstadium.

Immuntherapie

Bei der Immuntherapie wird Ihr Immunsystem unterstützt/gestärkt, damit es sich gegen die Krebszellen wehren kann. Die Behandlung kann für kleinzellige und nichtkleinzellige Bronchialkarzinome angesetzt werden und wird auf Grundlage bestimmter Krankheitsfaktoren verordnet.

gezielte Krebstherapie

Wie der Name vermuten lässt, schädigen Medikamente für die gezielte Krebstherapie nur die Krebszellen und haben keine nachteiligen Auswirkungen auf umliegende Zellen oder andere Zelltypen. Die Therapie wird in Kombination mit einer Chemotherapie angesetzt.

Was kann ich von der Behandlung erwarten?

Bitte denken Sie daran: Ihre Krankengeschichte, Ihr soziales Umfeld (Familie und Freunde eingeschlossen), Ihr Lebenswandel, genetische Veranlagung sowie Form und Aggressivität des Krebses, all dies spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahl Ihrer Behandlung. Oft wird eine Mischung aus verschiedenen Behandlungsmethoden empfohlen. Dies kann sich im weiteren Verlauf der Krankheit durchaus noch ändern. Ein solches Vorgehen wird angewendet, damit Ihr Arzt sicherstellen kann, dass Sie die bestmögliche Behandlung für Ihr Krankheitsbild erhalten.

Wie finde ich den richtigen Arzt?

Operation oder Strahlentherapie stellen einen schwerwiegenden Eingriff dar. Verunsicherung ist da nur natürlich. Sie möchten vielleicht noch eine zweite Meinung einholen, den besten Onkologen für Lungenkrebs finden, oder einer fortschrittlichen klinischen Studie zu Lungenkrebs beitreten.

Für Unterstützung mit all diesen Anliegen und zur Beantwortung aller aufkommenden Fragen, ist Qunomedical rund um die Uhr für Sie da.

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