Behandlungsratgeber

Diagnose Und Behandlung Von Erektiler Dysfunktion

Erektile Dysfunktion (ED) - auch Erektionsstörung oder Impotenz genannt - ist ein Zustand, bei dem der Betroffene über einen längeren Zeitraum hinweg keine Erektion bekommen oder beibehalten kann.

Der Inhalt wurde von Qunomedical und dem Medizinischen Beirat nach bestem Wissen und Gewissen auf Qualität und Richtigkeit überprüft.

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AUF EINEN BLICK

FÜR WEN IST ES GEEIGNET

Männer, die Schwierigkeiten haben eine Erektion zu bekommen oder beizubehalten

BEHANDLUNGSDAUER

  • Abhängig von der Art der Behandlung

  • Operation: kann 1 bis 2 Stunden dauern

POTENZIELLE RISIKEN & NEBENWIRKUNGEN

  • Medikamentöse Behandlung: Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Hitzewallungen, verstopfte Nase, Sehschwäche

  • Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie oder Medikamentöses Urethrales System zur Erektion: Blutungen, Schmerzen, Blutergüsse

  • Penispumpe: Quetschungen am Penis, begrenzte Ejakulation, Kälte-/ oder Taubheitsgefühl am Penis

Wie funktioniert es?

Was sind die Gründe für erektile Dysfunktion ?

Die häufigsten Gründe für ED sind unter anderem:

  • Gefäßerkrankungen

  • Hormonelle Ursachen durch Fehlfunktionen der Schilddrüse

  • Peyronie-Krankheit (auch Induratio Penis Plastica), eine Bindegewebserkrankung des Penis oder damit zusammenhängende anatomische Probleme

  • Drogen- oder Alkoholmissbrauch

  • Psychologische Probleme wie Stress, Angstzustände oder Depressionen

Wie wird Erektile Dysfunktion diagnostiziert?

Meist reicht für die Diagnose eine körperliche Untersuchung und die Anamnese (Krankengeschichte) aus.

Beratungsgespräch

Während eines Beratungsgesprächs versucht der Urologe, die Ursache für die ED einzugrenzen. Dazu klärt er mit Ihnen Ihre Vorgeschichte zu Erkrankungen, Verletzungen oder Operationen. Er fragt auch nach Medikamenten, die Sie zurzeit einnehmen (oder bis vor Kurzem eingenommen haben). Außerdem wird er Ihnen Fragen zu Ihrem Lebenswandel, Sexualität, psychischen Belastungen und ähnlichem stellen.

Labortests

Sollte Ihr Urologe annehmen, dass sich hinter der ED eine andere Erkrankung verbirgt, kann er einen Blut- und Urintest anordnen, bei denen auch Ihr Hormonhaushalt untersucht wird.

Ultraschall

In einigen Fällen kann auch ein Ultraschall gemacht werden, um den Blutfluss zu überprüfen.

Psychologische Untersuchung

Je nach Fall wird er Sie auch für weitere Test an einen Psychologen überweisen.

Welche Behandlungen gibt es für erektile Dysfunktion?

ED als Begleiterscheinung

Wenn es sich bei der ED um eine Begleiterscheinung einer anderen zugrundeliegenden Erkrankung handelt, wird diese behandelt oder Sie werden an einen entsprechenden Facharzt überwiesen.

Gestaffelte Behandlung von ED

Wenn keine Erkrankung zugrunde liegt, dann werden die einzelnen Behandlungen für ED gestaffelt verschrieben. Das bedeutet, dass Ihr Urologe zunächst eine Behandlung der Stufe 1 empfielt, schlägt diese nicht an wird zu Stufe 2 übergegangen. Eine Operation stellt die allerletzte Möglichkeit dar.

  • Stufe 1 - Orale Medikamenteneinnahme:

    Dazu zählen Sildenafil (Viagra), Vardenafil (Levitra) oder Tadalafil (Cialis). Die Medikamente halten den Effekt von Stickstoffmonoxid aufrecht, dass bei Erregung ausgeschüttet wird. Dadurch wird die Bildung einer Erektion erleichtert. Stickstoffmonoxid löst eine Kettenreaktion aus, die die glatte Muskulatur der Blutgefäße im Penis entspannt. Die Arterien weiten sich, was zu einem verstärkten Blutfluss und einer Erektion führt. Bei dieser Form der Behandlung ist zu beachten, dass Sie bereits sexuell erregt sein müssen, damit die Medikamente Wirkung zeigen. Für Patienten, die Organische Nitrate einnehmen eignet sich diese Behandlung nicht.

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  • Stufe 2 - Medikamentöses Urethrales System zur Erektion:

    Hierbei wird ein Zäpfchen (Suppositorium) in die Harnröhre eingeführt. Die Wirkung setzt innerhalb von 10 Minuten nach dem Einführen ein und kann bis zu einer Stunde anhalten.

  • Stufe 3 - Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie:

    Mithilfe einer Spritze wird nah der Peniswurzel Alprostadil in die Schwellkörper injiziert. Die Wirkung hält bis zu einer Stunde an.

  • Stufe 4 - Penispumpe:

    Die Pumpe wird über den Penis gestülpt. Durch Pumpen wird Unterdruck erzeugt und schließlich ein Vakuum. Das führt zu verstärktem Blutfluss im Penis, was zur Erektion führt. Mithilfe eines elastischen Penisrings, der an der Peniswurzel angebracht wird, wird die Erektion nach Entfernen der Pumpe beibehalten.

  • Stufe 5 - Operation:

    Die Operation wird vom Urologen unter Vollnarkose durchgeführt. Es gibt 2 verschiedene Arten von Penisprothesen:

    Biegsame Penisprothese (semirigid):

    Die Prothese kann von Hand in die gewünschte Position gebracht werden. Sie besteht aus zwei Stabprothesen, die in die Schwellkörper eingepflanzt werden. Der Penis ist dadurch dauerhaft steif.

    Hydraulisches (aufblasbares) Schwellkörperimplantat:

    Bei dieser Prothese kann durch eine Pumpe der Penis erigiert werden. Dazu werden künstliche Schwellkörper eingepflanzt, dazu im Hodensack eine Pumpe, die mit einem Ballon im Bauchraum verbunden ist. Dieser enthält eine sterile Kochsalzlösung, die dann je nach Bedarf in die Schwellkörper gepumpt werden kann, um eine Erektion zu erhalten.

Was kann ich von der Behandlung erwarten?

Wenn die ED nicht durch eine zugrundeliegende Erkrankung ausgelöst wird, wird Ihr Urologe Ihnen immer zuerst oral einzunehmende Medikamente empfehlen. Eine Operation wird erst als letzter Ausweg in Betracht gezogen.

Es ist sehr wichtig, dass Sie sich bei den Medikamenten an die verschriebene Dosis halten, eine Überdosis kann unerwünschte und schädliche Nebenwirkungen zur Folge haben.

Wie bei jeder anderen Behandlung auch, müssen Sie sich auf Änderungen im Lebenswandel einstellen, zum Beispiel ein gesundes Gewicht beizubehalten, falls nötig zur Psychotherapie zu gehen, regelmäßig Sport treiben und nicht übermäßig zu rauchen und zu trinken.

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