Behandlungsratgeber

PET-Untersuchung

Positronen-Emissions-Tomographie, kurz PET, ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin. Bei einer PET-Untersuchung werden radioaktive Tracer benutzt, um die die Stoffwechselvorgänge im entsprechenden Körperbereich bildlich darzustellen.

Der Inhalt wurde von Qunomedical und dem Medizinischen Beirat nach bestem Wissen und Gewissen auf Qualität und Richtigkeit überprüft.

AUF EINEN BLICK
BEHANDLUNGSDAUER
  • Die PET-Untersuchung dauert ca. 2 Stunden (mit Wartezeit auf die Aktivierung des Tracers)
ALTERNATIVE BEHANDLUNGEN
WIE FUNKTIONIERT ES?

Was ist eine PET-Untersuchung?

Eine PET-Untersuchung ist ein bildgebendes Verfahren mit dem Stoffwechselaktivitäten im Körper dargestellt werden können.

Radioaktive Tracer

Bei einer PET-Untersuchung werden radioaktive Tracer eingesetzt, eine radioaktive Substanz, die in den Körper eingebracht wird und dann am Stoffwechsel teilnimmt. Die Körperfunktionen werden durch den Tracer nicht gestört.

Darstellung von Stoffwechselaktivitäten im Körper

Durch den Tracer können die biochemischen Prozesse im Körper gemessen werden. Die PET-Untersuchung ermöglicht eine Analyse der Stoffwechselrate über einen bestimmten Zeitraum hinweg. So können die Funktionen von gesunden und kranken Körpern erforscht und untersucht werden.

Wozu werden PET-Untersuchungen benutzt?

PET-Untersuchungen werden meist aus folgenden Gründen durchgeführt:

  • Zur Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Tumoren und in diesem Zusammenhang auch zur Krebserkennung und Überwachung der Ausbreitung der Krankheit. Außerdem zur Verfolgung und Überwachung der Krebstherapie.
  • Messung des Blutstroms, der Sauerstoffaufnahme und der Neurotransmitter. Dies hilft dabei Schlaganfälle, Epilepsie oder die Parkinson-Krankheit besser zu verstehen und findet in der Kardiologie verschiedene Anwendungen.
  • Zur Darstellung von Körper- und Gehirnfunktionen.

Wie funktioniert eine PET-Untersuchung?

Aufbau des PET-Geräts

Das PET-Gerät sieht ähnlich aus wie ein MRT-Gerät. An einem Ende befindet sich eine Liege, mit der der Patient durch eine Röhre geschoben werden kann. In dieser Röhre befindet sich der PET-Scanner.

So funktionieren die Tracer

Wie bereits erwähnt, werden bei einer PET-Untersuchung radioaktive Tracer eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine chemische Substanz, die der Körper normalerweise für bestimmte Stoffwechselfunktionen benötigt. An die Substanz wird ein Isotop (radioaktive Atome) angehängt. Vor der Untersuchung wird der Tracer intravenös - meist über eine Armvene - injiziert. Danach muss 30 bis 60 Minuten abgewartet werden, bis der Tracer vom Körper aufgenommen wurde.

Die Isotope

Am häufigsten wird als Tracer 18F-Fluordesoxyglucose (FDG) eingesetzt. FDG ist radioaktiv markierter Zucker. Die Substanz besteht also aus Glucose (Zucker), an die ein Fluor-18 Isotop angehängt wird. Die Glucose wird vom Gehirn für Stoffwechselaktivitäten verwendet.

Andere oft verwendete Isotope sind Sauerstoff-15, Kohlenstoff-11 und Stickstoff-13.

Was passiert bei einer PET-Untersuchung im Scanner?

Radioaktiver Zerfall

Im Scanner zerfällt der radioaktive Tracer. Beim Zerfallprozess setzt der Tracer Positronen frei. Positronen besitzen eine elektrische Ladung von +1, sind also das Gegenstück (oder Antiteilchen) zu Elektronen, die eine Ladung von -1 besitzen.

Erzeugung von Gammastrahlen

Die freigesetzten Positronen treffen auf Elektronen in unserem Körper. Beide Teilchen treten in Wechselwirkung und annihilieren sich. Das bedeutet, dass sich ein Teilchen und sein Antiteilchen, in diesem Fall also ein Positron und ein Elektron, gegenseitig vernichten und dabei neue Teilchen erzeugen.

Die neu erzeugten Teilchen sind Photonen und werden als Gammastrahlung bezeichnet.

Analyse der Strahlung

Die Gammastrahlung wird vom Scanner erkannt und an den Computer geschickt. Dort werden die Signale ausgewertet, um ein Bild der untersuchten Körperstelle zu erzeugen.

Je mehr von dem Tracer von den Körperzellen aufgenommen wurde, desto höher ist die Aktitvität in diesem Bereich und desto heller ist das erzeugte Bild.

Der Arzt nimmt dann einen Abgleich vor. Er vergleicht die Ergebnisse der PET-Untersuchung mit den bekannten Informationen über normale Stoffwechselaktivitäten in diesem Bereich des Körpers und kann so eine Diagnose stellen.

Ist eine PET-Untersuchung ungefährlich?

Bei einer PET-Untersuchung werden Sie einer kleinen Menge radioaktiver Substanzen ausgesetzt (dem Tracer). Da die Menge sehr gering ist, besteht kein großes Risiko. Es kann aber zu einer allergischen Reaktion kommen.

Für Schwangere, Kinder und Babies wird eine PET-Untersuchung nicht empfohlen. Durch wiederholten Kontakt mit den radioaktiven Substanzen steigt das Risiko, deshalb wird eine PET-Untersuchung nur dann durchgeführt, wenn sie wirklich nötig ist.

Die Bilder, die eine PET-Untersuchung liefert, sind für die spätere Diagnose und den Behandlungsplan sehr wertvoll. Das geringe Risiko, dass durch den Kontakt mit den radioaktiven Substanzen entsteht, wird durch die Vorzüge dieses bildgebenden Verfahrens und die durch die Untersuchung erlangten Informationen mehr als aufgewogen.

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