Guide für Haartransplantation

In diesem Guide beantworten wir die am häufigsten gestellten Fragen zur Haartransplantation: Wir geben Ihnen einen Überblick über den Behandlungsablauf und die zu erwartenden Ergebnisse. Außerdem geben wir Tipps, wie Sie potentielle Risiken, die bei einer Haartransplantation auftreten können, minimieren können.

Qunomedical hilft Ihnen dabei, den richtigen Arzt für Ihre Behandlung zu finden.

Was ist eine Haartransplantation?

Eine Haartransplantation ist ein minimal-invasiver ambulanter Eingriff. Indem Haarfollikel in den ausgedünnten oder kahlen Bereich transplantiert werden, kann das Haarwachstum bei Männern und Frauen, die unter Haarausfall leiden, wieder hergestellt werden.

Wer kommt für ein Haartransplantation in Betracht?

Eine Haartransplantation ist für Leute gedacht, die unter androgenetischem Haarausfall (Alopezie), einer zurückweichenden Haarlinie, Traktionsalopezie oder Haarausfall aufgrund von Kopftrauma leiden. In solchen Fällen kann eine Haartransplantation für den Patienten eine dauerhafte, natürlich aussehende Lösung bedeuten.

Die Behandlung wird allerdings nicht empfohlen für:

  • Frauen, die unter androgenetischem Haarausfall leiden
  • Leute mit diffusem (telogenem Effluvium) oder kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata)
  • Leute, bei denen der Spenderbereich nicht genügend Haare aufweist
  • Leute unter 25 (bei Patienten dieses Alters ist es schwer zu prognostizieren, wie stabil das Haar aus dem Spenderbereich auf lange Sicht ist und in welchem Ausmaß der Haarausfall fortschreiten wird.)

Wie wird eine Haartransplantation durchgeführt?

Bei einer Haartransplantation gibt es zwei grundlegende Methoden: Follicular Unit Extraction (FUE) und Follicular Unit Transplantation (FUT).

Follicular Unit Transplantation (auch bekannt als: FUT, Streifenmethode, Streifentechnik)

  • Bei dieser traditionelle Methode, die in den 50er Jahren entwickelt wurde, entnimmt der Chirurg einen Hautlappen aus dem Spenderbereich (meist der Hinterkopf des Patienten) unter örtlicher Betäubung. Dieser wird dann in einzelne Grafts aufgeteilt, die im Empfängerbereich eingesetzt werden.
  • Diese Methode hinterlässt dort, wo der Streifen Kopfhaut entnommen wurde, eine Narbe. Die Genesungszeit beträgt etwa 2 Wochen.

Follicular Unit Extraction (auch bekannt als: FUE, Einzelhaartransplantation)

  • Bei der FUE Methode entnimmt der Chirurg die Haarfollikel einzeln aus dem Spenderbereich (unter örtlicher Betäubung). Sie werden dann in die entsprechenden Stellen transplantiert, um ein natürliches, einheitliches Endergebnis zu erzeugen. Der Spenderbereich wird dazu meist rasiert (obwohl es auch Chirurgen gibt, die eine Transplantation ohne Rasur vornehmen, die sogenannte no-shaving Technik).
  • Eine Methode, die immer beliebter wird, da sie weniger invasiv ist und eine deutlich kürzere Genesungszeit von maximal 5 Tagen beansprucht.

Was ist ein Graft?

Ein Graft bezeichnet in der medizinischen Fachsprache ein Transplantat, also ein Stück lebendes Gewebe, das chirurgisch von einer Körperregion in eine andere versetzt wird, ohne dabei seine eigene Blutzufuhr mitzubringen. Nach dem Einsetzen im Zielbereich, bildet der Körper eine neue Blutzufuhr.

Haarfollikel wachsen in Gruppen von 1 bis 4 Haaren, den sogenannten follikulären Einheiten. Ein Chirurg für FUE Haartransplantationen wird versuchen, die Haare in ihren natürlichen Gruppierungen zu entnehmen und zu transplantieren, damit das Haarwachstum gleichförmig ist. Der Chirurg entnimmt jede follikuläre Einheit (Graft) mit einer Hohlnadel, die einen Durchmesser von 0,6 mm bis 1,0 mm besitzt. Dann verpflanzt er die Grafts mit einer Mikroklinge und dünnen Nadeln in den Zielbereich. Die Grafts werden dabei in einem bestimmten Winkel und Muster eingesetzt, um Dichte und ein natürliches Aussehen zu erzeugen.

Graft

Was ist eine PRP Behandlung?

Eine Therapie mit plättchenreichem Plasma (PRP) ist eine allgemein anerkannte ergänzende Behandlung zur Haartransplantation. Sie regt das Haarwachstum an und beschleunigt die Heilung nach dem Eingriff.

PRP wird auf natürliche Weise aus dem Blut gewonnen, ein nährstoffreiches Konzentrat voller Wachstumsfaktoren. Die Blutplättchen regen die Heilung an, beschleunigen die Regeneration von Weichgewebe, verstärken die Antwort des Körpers auf Verletzungen und stimulieren Stammzellen zu neuem Zellwachstum.

Um das PRP zu erhalten, wird dem Patienten etwas Blut abgenommen. Dieses wird dann in zwei Durchläufen zentrifugiert, um die roten Blutkörperchen von den Blutplättchen zu trennen. Die Blutplättchen werden zu einem geleeartigen Plasma konzentriert, ihre Anzahl liegt dabei 3- bis 5-Mal höher als bei ihrem natürlichen Vorkommen im Plasma. Das PRP kann nun während oder nach der Transplantation injiziert oder direkt auf den Bereich aufgetragen werden.

PRP

Wie lange dauert eine Haartransplantation?

Die Dauer des Eingriffs hängt von der Anzahl der transplantierten Grafts ab, und von der Größe des Operationsteams. Normalerweise liegt die Behandlungszeit bei 4 bis 8 Stunden. Da der Eingriff unter örtlicher Betäubung erfolgt, ist der Patient wach und kann während der Transplantation lesen, fernsehen oder sich unterhalten.

Nach der Operation darf der Patient sofort wieder herumlaufen und die meisten seiner Alltagstätigkeiten wieder aufnehmen. Für 3 bis 5 Tage kann die Kopfhaut nach der Behandlung geschwollen und empfindlich sein, aber Patienten können bereits 2, 3 Tage nach dem Eingriff wieder arbeiten gehen. Über einen Zeitraum von 10 bis 14 Tagen ist die Kopfhaut normalerweise gerötet und es bildet sich Wundschorf.

Bei manchen Patienten muss die Transplantation in mehreren Sitzungen durchgeführt werden, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Ob mehrere Sitzungen nötig sind, wird vom behandelnden Chirurg bei der Beratung vor der Operation bestimmt. Zwischen den einzelnen Behandlungsterminen werden dann jeweils einige Monate Erholung eingeplant.

Welche Ergebnisse kann man von einer Haartransplantation erwarten?

Innerhalb der ersten 2 bis 3 Wochen nach der Transplantation fallen die transplantierten Haare aus. Dieses Phänomen wird als “Shock Loss” bezeichnet und ist eine normale und natürliche Reaktion auf das Trauma, das die transplantierten Haarfollikel durchlaufen haben. Bei einigen Patienten fallen zusätzlich auch Haare an Stellen aus, die nicht transplantiert wurden. Auch dies ist völlig normal und nur eine vorübergehende Erscheinung.

Innerhalb von 6 bis 8 Wochen nach dem Eingriff sollten 85 bis 95 % der transplantierten Follikel mit dem neuen Haarwachstum beginnen. Mit jedem Wachstumszyklus (ein Zyklus dauert dabei in etwa 6 Wochen) wächst das Haar kräftiger und dichter. Obwohl bereits nach 6 Monaten die ersten Ergebnisse sichtbar werden, dauert es 12 bis 18 Monate, bis das volle Ausmaß der Haartransplantation zu sehen ist.

Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, sollten Patienten die Anweisungen des Chirurgen für die Pflege nach der Operation befolgen. Dazu gehört auch, den transplantierten Bereich vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen, sich nicht an der transplantierten Stelle zu kratzen und eine regelmäßige Haarwäsche, um die Bildung von Wundschorf um die Haarschäfte herum zu vermeiden. Die meisten Chirurgen empfehlen außerdem in den Wochen nach dem Eingriff auf Alkohol und das Rauchen zu verzichten oder den Konsum zumindest einzuschränken, da dies sonst die Überlebensrate der Grafts negativ beeinflussen kann.

Was sind die möglichen Risiken einer Haartransplantation?

Eine Haartransplantation ist ein simpler, minimal-invasiver Eingriff mit vergleichsweise geringem Risiko. Bei jeder Operation gibt es jedoch immer bestimmte Risiken und potentielle Nebenwirkungen. Hierunter fallen Blutungen, Infektionen, Schwellungen der Kopfhaut und/oder Stirn, Narbenbildung und ungleichförmiges Haarwachstum. Bei über 95 % der Patienten treten jedoch nach der Transplantation keine Probleme auf.

Um Komplikationen nach der Operation zu minimieren, sollten sich Patienten in die Hände eines erfahrenen Haarchirurgen geben und alle Pflegeanweisungen befolgen. Die meisten Chirurgen verschreiben Antibiotika oder entzündungshemmende Mittel, um Infektionen nach dem Eingriff vorzubeugen. Sie werden zudem empfehlen, ein spezielles, eng anliegendes Stirnband zu tragen, damit sich die Schwellungen nicht ins Gesicht ausdehnen.

Können Haartransplantationen auch an anderen Körperstellen vorgenommen werden?

Ja, Haartransplantationen können am Bart, den Augenbrauen, den Wimpern, der Brust, dem Unterleib und dem Schambereich vorgenommen werden. Haartransplantationen können zudem dazu benutzt werden, um Narben zu überdecken.

Für eine Gesichts- oder Körperhaartransplantation muss der Chirurg zunächst die Beschaffenheit der Haare im Zielbereich bewerten und dann einen geeigneten Spenderbereich finden, um ein möglichst natürlich aussehendes Ergebnis zu gewährleisten.

Wie teuer ist eine Haartransplantation?

Die Kosten für eine Haartransplantation hängen von der Zahl der benötigten Grafts ab und wo der Eingriff vorgenommen wird. Die Preisunterschiede zwischen einzelnen Ländern gehen meist auf Unterschiede in den jeweiligen Lebenserhaltungs- und Laborkosten zurück und sagen nichts über die Qualität der Behandlung aus.

Im Folgenden finden Sie die durchschnittlichen Kosten in verschiedenen Ländern für eine FUE Haartransplantation mit 2000 Grafts in einer qualifizierten Klinik.

Um einen kompletten Kostenüberblick zu erhalten, schauen Sie in unseren Kosten-Guide für Haartransplantationen! Kosten-Guide für Haartransplantationen

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