Behandlungsratgeber

Wangenkorrektur

Die Wangenkorrektur ist ein übliches kosmetisches Verfahren, das zur Hervorhebung der Wangenknochen führt.

Wenn Sie hohe Wangenknochen haben möchten, kann Ihr Chirurg ästhetisch ansprechende und ausgewogene Gesichtszüge erzielen, indem er Füller benutzt und das Gesichtsgewebe umformt.

Der Inhalt wurde von Qunomedical und dem Medizinischen Beirat nach bestem Wissen und Gewissen auf Qualität und Richtigkeit überprüft.

AUF EINEN BLICK
FÜR WEN IST ES GEEIGNET
  • Personen, die das Gefühl haben, dass die Knochenstruktur ihres Gesichtes unausgewogen ist, insbesondere diejenigen mit schmalen Wangenknochen, die nicht mit der Breite des Kinns harmonieren (häufig bei Personen mit „quadratischer“ Gesichtsform)
  • Personen, die an schlaffer Gesichtshaut (Ptosis) leiden und eine umfassende kosmetische Lösung wünschen (im Allgemeinen bei Personen ab 40 Jahren)
  • Unfallpatienten oder Patienten mit Erkrankungen, die die Form ihrer Gesichtsknochen beeinflussen
ERHOLUNGSDAUER
  • Nach Vergrößerungsverfahren sollten Sie davon ausgehen, dass die Schwellungen 2 bis 3 Wochen anhalten.
  • Die Patienten sollten nach der Operation etwa 6 Wochen lang nicht auf der operierten Gesichtshälfte schlafen.
  • Das Endergebnis ist normalerweise innerhalb von 2 Monaten nach der Operation sichtbar.
BEHANDLUNGSDAUER
  • zwischen 30 Minuten und einer Stunde
  • Die meisten Patienten können am selben Tag nach Hause zurückkehren. Wenn jedoch zusätzliche Eingriffe erforderlich sind, können Einweisungen mit einer Übernachtung empfohlen werden.
ERFOLGSRATE
  • Einige Forschungsstudien haben festgestellt, dass die Wangenkorrektur tendenziell zu einer hohen Patientenzufriedenheit führt und das körperliche Erscheinungsbild verbessert.
  • Andere Studien haben einen Zufriedenheitsgrad von 92 % nach einem Jahr festgestellt.
POTENZIELLE RISIKEN & NEBENWIRKUNGEN
  • Wie bei allen chirurgischen Eingriffen birgt die Wangenkorrektur ein sehr geringes Risiko für Komplikationen. Dies kann Hämatome, Infektionen, Blutungen und Narben an Einschnittstelle umfassen.
  • Da eine örtliche Betäubung nötig ist, besteht auch ein geringes Risiko einer Nebenwirkung.
  • Taubheitsgefühl in den Wangen ist eine weitere häufige Nebenwirkung (sollte innerhalb von 6 Wochen nach dem Eingriff abklingen).
  • Weitere Risiken sind mit Wangenimplantaten verbunden. Dies kann Gesichtsnarben, Nekrose des Fettgewebes, unerwünschte ästhetische Ergebnisse und anhaltende Schmerzen umfassen. Diese Folgen sind selten und können häufig durch Nachsorgetermine behandelt werden.
WIE FUNKTIONIERT ES?

Was ist eine Wangenkorrektur?

Die Wangenkorrektur soll die Form Ihres Gesichts verändern. Die Größe der Wangenknochen steht dabei im Mittelpunkt. Die Wangen sind ein entscheidender Teil unserer Gesichtszüge und erzeugen ein Erscheinungsbild, das in manchen Kulturen als „klassisch schön“ gilt. Wenn Personen mit den Proportionen ihres Gesichts nicht zufrieden sind, kann die Vergrößerung ihrer Wangen diese im Vergleich zu Kiefer, Augenlinie, Stirn und Nase anheben und betonen. Dafür ist normalerweise ein chirurgischen Eingriff nötig, der relativ einfach und schnell ist und eine sehr hohe Erfolgsrate aufweist.

Wie funktioniert die Wangenkorrektur?

Die gebräuchlichste Form der Vergrößerung ist der Einsatz von Wangenimplantaten unter die Haut des Patienten. In den meisten Fällen wie dabei wie folgt vorgegangen:

Beratungsgespräch

  • Besprechen Sie vor einer Operation all Ihre Möglichkeiten mit einem Plastischen Chirurgen. Eine Operation ist meist der letzte Ausweg, es gibt Alternativen. Es ist wichtig, die Ziele der Operation realistisch abzuwägen. Ihr Chirurg wird deutlich erklären, was erreicht werden kann und wie die Vorbereitung aussieht.
  • In dieser Phase müssen möglicherweise auch Untersuchungen durchgeführt werden, um die Form der Implantate zu bestimmen. Diese werden dann angefertigt, damit sie rechtzeitig für Ihre Operation bereit sind.

Aufnahme

  • Unmittelbar vor der Aufnahme wird empfohlen, bestimmte Medikamente abzusetzen und auf Tabak oder Alkohol zu verzichten.
  • Die Vergrößerung selbst kann ambulant durchgeführt werden und Sie können danach nach Hause zurückkehren.

Betäubung

Die betreffende Stellen werden örtlich betäubt. So spüren Sie keine Schmerzen, wenn die Einschnitte für die Implantate gesetzt werden.

Einschnitte

Bei der Vergrößerung der Wangen müssen Chirurgen unter der Haut arbeiten. Daher sind Einschnitte nötig, um Zugang zu erhalten.

  • In einigen Fällen erfolgt ein einzelner Einschnitt an beiden Wangen. Dadurch können Chirurgen überschüssiges Fett entfernen. Diese Methode ist jedoch nicht für die Implantation geeignet.
  • Bei Implantaten wird ein weiterer Einschnitt gesetzt. Dies geschieht in der Regel im Mund, sodass Ihr Chirurg künstliche Implantate sicher und genau einsetzen kann.

Implantation und Fettentfernung

Dies stellt den Kern des Verfahrens dar und ermöglicht die Umformung.

  • Bei fast allen Vergrößerungsverfahren ist ein gewisser Grad an Fettentfernung nötig. Das ist ein einfacher Vorgang, der einige Minuten dauert.
  • Anschließend werden speziell entworfene Implantate eingesetzt. Implantate werden normalerweise aus Silikon oder einer Kunststoffverbindung hergestellt, die Polytetrafluorethylen (PTFE) heißt. Beide Materialien werden aufgrund ihrer inerten Eigenschaften verwendet, was bedeutet, dass sie nicht mit dem Körpergewebe reagieren.

Schließen der Einschnitte und Entlassung

Wenn die Implantate genau positioniert wurden, beurteilt der Chirurg den Eingriff und stellt sicher, dass die Konturierung korrekt durchgeführt wurde. Wenn er mit dem Ergebnis zufrieden ist, werden alle Einschnitte sicher vernäht. Sie werden dann in der Regel sofort entlassen.

Nachbehandlung

Vor dem Verlassen der Klinik erhalten Sie Ratschläge zur Wundversorgung und Heilung, um mit den Schwellungen und dem Taubheitsgefühl umgehen zu können. Die Schwellung sollte innerhalb von ein bis zwei Wochen abklingen. Nach 2 Monaten sollten Sie wieder vollkommen genesen sein.

Gibt es verschiedene Arten der Wangenkorrektur?

Ja. Zum einen gibt es drei Hauptarten von Implantaten sowie eine nicht-operative Option.

Implantate

  • Malar-Implantate: Diese Implantate werden an den Spitzen der Wangenknochen angebracht und heben diese stärker hervor.
  • Submalar-Implantat: Dadurch sollen die Wangen „voller“ und breiter wirken.
  • Hybrid- oder kombiniertes Implantat: eine häufig verwendete Mischung aus Malar- und Submalar-Implantaten.

Implantate können auch aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Silikon und PTFE sind die gebräuchlichsten Materialien, aber auch Medpor (poröses Polyethylen mit hoher Dichte) wird immer häufiger eingesetzt.

Hautfüller

Bei einer nicht-operativen Wangenkorrektur wenden Chirurgen unter der Haut einen so genannten Hautfüller an. Diese Option erfordert eine sehr kurze ambulante Behandlung und führt im Allgemeinen zu einer kürzeren Schwellung als bei chirurgischen Alternativen. Die Ergebnisse sind jedoch nicht dauerhaft, und alle 9 bis 12 Monate können zusätzliche Hautfüller erforderlich sein.

Was steht mir bevor?

Ergebnisse

Wenn Sie sich für Implantate entscheiden, sind die Veränderungen Ihrer Wangenknochen, und damit Ihrer Gesichtszüge, dauerhaft. Wie von Ihrem Chirurgen erläutert, erscheinen Ihre Wangen auffälliger und im Vergleich zu Ihrem Kiefer „voller“. Das schafft ein harmonischeres, attraktiveres Erscheinungsbild.

Genesung

Die Genesung braucht ihre Zeit. Rechnen Sie mit einer längeren Phase, in der das Gewebe in Ihrem Gesicht zur Ruhe kommt und sich an Ihre Implantate anpasst. Die endgültigen Ergebnisse sind nach etwa 4 bis 6 Monate sichtbar, obwohl Verbesserungen der Wangenknochenstruktur sofort erkennbar sind. Revisionen sind bei einer Wangenkorrektur sehr selten erforderlich, obwohl es ratsam ist, Nachsorgetermine mit Ihrem kosmetischen Chirurgen zu vereinbaren. Er kann einschätzen, wie Ihr Gewebe reagiert und ob eine Fettentfernung nötig ist.

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